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Diabetes Typ 1 Ernährung Tabelle?

Diabetes Typ 1 Ernährung Tabelle
Abmelden Der Zugang zu den Fachinformationen exklusiv für Mitglieder und Abonnenten ist jetzt für Sie freigeschaltet. Wer an Typ-1-Diabetes erkrankt, bei dem ist die natürliche Regulation des Blutzuckerspiegels gestört. Normalerweise wird der Blutzuckergehalt im Blut von dem Hormon Insulin gesteuert. Wieso steigt der Blutzucker? Im Laufe der Jahre versiegt die Hormonproduktion meist ganz und der oder die Betroffene muss lebenslang Insulin zuführen. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der körpereigene Zellen vom eigenen Abwehrsystem angegriffen werden.

  • Was die Zerstörung der hormonbildenden Zellen auslöst, ist noch nicht genau bekannt.
  • Neben einer erblichen Veranlagung werden Virusinfektionen, und nitrosaminreiche Lebensmittel (wie gepökelte Fleischwaren) diskutiert.
  • Produziert der Körper zu wenig oder gar kein Insulin, steigt die Konzentration des Zuckergehalts im Blut über das normale Maß an.

Dies kann kurzfristig zu Schlappheit, Sehstörungen, Brechreiz, großem Durst, Gewichtsabnahme und weiteren Symptomen führen. Gravierender sind jedoch die Langzeitschäden, die entstehen, wenn die Krankheit nicht rechtzeitig erkannt oder nicht richtig behandelt wird.

Dann kann es zu schweren Sehstörungen, Nierenschäden sowie Schmerzen und Geschwüren an den Füßen sowie eine deutlich schlechterer Heilungsverlauf bei Verletzungen kommen. Zudem haben Patienten mit schlecht eingestellten Blutzuckerwerten ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt und Schlaganfall zu erleiden.

Ziel der Therapie ist es daher, die Konzentration des Blutzuckers zu normalisieren. Als normal gelten:

Zeit der Messung Blutzucker in mg/dl Blut
nüchtern < 100
1 Stunde nach der Mahlzeit 100 bis 140

Essen und Therapie in Einklang bringen Diabetiker müssen prinzipiell nichts anderes essen als stoffwechselgesunde Personen. Die Ernährung muss jedoch auf die Therapie der Erkrankung abgestimmt sein, um Unter- und Überzuckerung zu vermeiden. Je nachdem, welche Form der Insulintherapie angewandt wird, kann das auf den täglichen Speiseplan ganz unterschiedliche Auswirkungen haben.

  1. Bei der konventionellen Insulintherapie werden zu festen Zeiten vorgegebene Insulinmengen gespritzt.
  2. Die Mahlzeiten müssen dann regelmäßig eingenommen und auf den Kohlenhydratgehalt der Nahrung muss geachtet werden.
  3. Flexibler lässt sich die tägliche Ernährung mit der intensivierten Insulintherapie gestalten.

Je nach aktuellem Blutzuckerspiegel und der Kohlenhydratmenge der Mahlzeit wird eine selbst dosierte Insulinmenge gespritzt. Wichtig für Betroffene ist es, an einer Diabetikerschulung teilzunehmen. Dabei wird erlernt, wie Ernährung, Bewegung und Insulintherapie optimal aufeinander abgestimmt werden können.

  1. Um das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Spätschäden zu senken, sollte auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung geachtet werden.
  2. Täglich viel Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte, wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Kichererbsen oder Sojabohnen zu verzehren, sowie Vollkornprodukte wie Haferflocken, Naturreis, Vollkornnudeln oder Vollkornbrot, wird empfohlen.

Insbesondere Hülsenfrüchte sind für Diabetiker ideal geeignet. Diese Lebensmittel enthalten reichlich Ballaststoffe, Vitamine sowie Mineralstoffe und haben einen niedrigen glykämischen Index. Das bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel weniger stark ansteigt.

Zudem liefern Vollkorngetreide, Nüsse, Gemüse, Obst und pflanzliche Öle reichlich bioaktive Substanzen, die die Gefahr von diabetischen Spätschäden reduzieren. Ein Müsli mit Haferflocken, Nüssen, Obst und Joghurt oder Milch zum Frühstück, ein Risotto, Nudelauflauf oder Linseneintopf zum Mittagessen und ein Salat mit Vollkornbrot abends sind genau das Richtige.

Zusätzlich sollte möglichst viel Wasser getrunken und auf zuckerhaltige Getränke verzichtet werden. Auch Milchprodukte wie Joghurt, Buttermilch, Quark, Milch, Sahne und Käse können täglich auf dem Speiseplan stehen. Wegen ihres hohen Eiweiß- und teilweise auch Fettgehaltes sollten diese Lebensmittel jedoch eher sparsam genossen werden.

Ein geringer Eiweißgehalt der Nahrung gilt als günstig, da hierdurch die Nieren geschont werden, die bei Diabetikern gefährdet sind. Deshalb sollten auch Fleisch, Wurst und Eier möglichst nicht jeden Tag und nicht in zu großen Mengen auf den Tisch kommen. Bevorzugt werden sollten einmal in der Woche eine Fischmahlzeit und vegetarische Gerichte.

So lässt sich in der Regel auch Fett einsparen. Bevorzugte Öle für Salatsoßen und zum Andünsten sind Oliven- oder Rapsöl. Diese beiden Öle enthalten reichlich einfach ungesättigte Fettsäuren, die sich für Diabetiker als besonders wertvoll erwiesen haben.

Auch Omega-3-Fettsäuren aus Fisch, Nüssen und Sojaöl sind für Diabetiker empfehlenswert. Gesättigte Fettsäuren und Trans-Fettsäuren wie sie in Fleisch, Wurst, vielen Knabberwaren wie Chips, Keksen, Schokolade und Kuchen vorkommen, sollten möglichst selten verzehrt werden. Sie erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen.

Spezielle Diabetikerprodukte mit Fructose oder Süßstoffen bringen keinen Vorteil und sind daher überflüssig. Empfehlenswerte Lebensmittel Häufig:

Gemüse Obst Vollkornflocken Vollkornbrot Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen, Bohnen Naturreis, Vollkornnudeln, Kartoffeln Milchprodukte wie Joghurt, Milch, Käse Fisch Nüsse oder Pflanzenöl, in kleinen Mengen

Nicht zu häufig:

Fleisch, Wurst Eier Kuchen, Gebäck Süßigkeiten Alkohol

Selten oder gar nicht:

Fertiges Gebäck, Kekse, Kuchen mit gehärteten Fetten Knabberwaren wie Chips, Flips, Cornflakes Frittierte Waren spezielle Diabetikerprodukte

Die Durchführung der Therapie erfordert ein hohes Engagement und Eigenverantwortung. Aktiv werden Experten empfehlen 3-4-mal pro Woche mindestens 20-30 Minuten körperlich aktiv zu sein. Geeignet sind beispielsweise Walken, Joggen, Fahrrad fahren, Schwimmen, Wandern und Gymnastik. Verschiedene Studien haben ergeben, dass dadurch der Insulinbedarf sinkt und sich die Wirksamkeit des Insulins verbessern lässt.

Was sollten Diabetiker Essen Typ 1?

Was sollte man bei Diabetes Typ 1 essen? – Obst:

  • Bevorzugen Sie Obst mit einem niedrigen glykämischen Index wie Beeren, Äpfel, Pflaumen und Orangen
  • Vermeiden Sie Früchte mit hohem Zuckergehalt wie Bananen, Trauben und Datteln
  • Essen Sie Obst am besten zusammen mit einer Protein- oder Fettquelle, um den Anstieg des Blutzuckerspiegels zu verlangsamen

Gemüse:

  • Wählen Sie Gemüse mit niedrigem glykämischen Index wie Paprika, Tomaten, Zucchini und Blattsalat
  • Vermeiden Sie stärkehaltiges Gemüse wie Kartoffeln, Mais und Kürbis
  • Essen Sie Gemüse am besten roh oder gedünstet, um die Nährstoffe zu erhalten

Getreide :

  • Wählen Sie Vollkornprodukte, wie Vollkornbrot, Quinoa und braunen Reis
  • Vermeiden Sie raffiniertes Getreide, wie Weißbrot und geschälten weißen Reis
  • Kombinieren Sie Getreide mit einer Protein- oder Fettquelle, um den Anstieg des Blutzuckerspiegels zu verlangsamen

Fette:

  • Wählen Sie gesunde Fette, wie Olivenöl, Avocado und Nüsse
  • Vermeiden Sie ungesunde Fette, wie Transfette und gehärtete Fette – oft versteckt in Gebäck, Keksen und Süßwaren
  • Verwenden Sie pflanzliche Fette bei der Zubereitung von Mahlzeiten, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren

Getränke :

  • Wählen Sie Wasser, ungesüßten Tee und Kaffee
  • Vermeiden Sie alkoholische Getränke und Limonade, da diese sehr viel Zucker enthalten
  • Trinken Sie viel Wasser, um den Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht zu halten

Snacks:

  • Wählen Sie proteinreiche Snacks wie Nüsse, Käse und Hüttenkäse
  • Vermeiden Sie Snacks, die viel Zucker oder raffinierten Kohlenhydrate enthalten
  • Planen Sie Ihre Snacks im Voraus, um ungesunde Wahl zu vermeiden

Fisch & Fleisch:

  • Wählen Sie magere Proteinquellen wie Huhn oder Fisch
  • Vermeiden Sie fettreiche Proteinquellen wie Wurstwaren und verarbeitetes Fleisch
  • Kombinieren Sie Proteine mit Gemüse oder Vollkornprodukten, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren

Milchprodukte:

  • Wählen Sie fettarme Milchprodukte, wie Milch, Joghurt und Käse
  • Vermeiden Sie fettreiche Milchprodukte, wie Schlagsahne und Vollfettkäse

Was dürfen Kinder mit Diabetes Typ 1 Essen?

7. Infektionsrisiko – Wenn Kinder und Jugendliche mit Diabetes gut eingestellt sind, ist ihr Infektionsrisiko nicht höher als ohne Diabetes. Bei schlechten Blutzuckerwerten besteht aber eine erhöhte Infektionsanfälligkeit. Umgekehrt kann durch Infektionen der Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht kommen.

  1. Inder und Jugendliche mit Diabetes sollten nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) geimpft werden.
  2. Zusätzlich zu den Impfungen, die für alle empfohlen werden, empfiehlt die STIKO ihnen Impfungen gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken (Auslöser z.B.
  3. Von Hirnhaut-, Mittelohr- und Lungenentzündungen).

Für Kinder mit Diabetes gibt es derzeit keine besonderen Empfehlungen zur Corona-Impfung. Kinder mit Typ-1-Diabetes gelten nicht als Risikogruppe, sondern erst Erwachsene ab ca.50 Jahren. Schutzimpfungen gehören zu den erfolgreichsten und effektivsten Präventionsmaßnahmen gegen Infektionskrankheiten.

Was senkt den Blutzucker Typ 1?

Bei Typ-1-Diabetes steht die tägliche Kontrolle des Blutzuckers und die regelmäßige Zufuhr von Insulin im Vordergrund der Behandlung. Die Insulintherapie ersetzt das fehlende Insulin im Körper und senkt den Blutzucker.

Welchen Grad der Behinderung bekommt man bei Diabetes Typ 1?

Schwerbehindertenausweis: Voraussetzungen für Diabetiker geändert Ob ein Diabetiker als schwerbehindert gilt, hängt künftig vom Behandlungsaufwand ab. Foto: Becker & Bredel Der Bundesrat hat die Voraussetzungen geändert, unter denen Diabetiker in Zukunft einen Schwerbehindertenausweis beantragen können. Nach der Neuregelung ist nun der Behandlungsaufwand für die Bewilligung ausschlaggebend und nicht wie bisher das Behandlungsergebnis.

  1. Für Diabetiker, die sich Insulin spritzen oder eine Insulinpumpe tragen, kann die neue Regelung eine große Verbesserung bringen”, begrüßt Dr. med.
  2. Jürgen Hoß vom Berufsverband der diabetologischen Schwerpunktpraxen in Nordrhein die Entscheidung.
  3. Ab sofort gelten Diabetiker als schwerbehindert, wenn sie täglich mindestens vier Insulininjektionen benötigen, deren Dosis sie abhängig von Blutzucker, Ernährung und Bewegung selbst anpassen.

Zudem müssen die Patienten durch „erhebliche Einschnitte” gravierend in ihrer Lebensführung beeinträchtigt sein. Genauer definiert ist dies nicht. „Bisher mussten Diabetiker schwere Unterzuckerungen nachweisen, um als Schwerbehinderte anerkannt zu werden.

  1. Nun lassen sich aufgrund des Schwerbehindertenausweises keine Rückschlüsse mehr auf die Stoffwechseleinstellung ziehen”, erklärt Hoß.
  2. Dank der Neuregelung haben vor allem Menschen mit Diabetes mellitus Typ 1, speziell Kinder und Jugendliche, gute Chancen auf einen Schwerbehindertenausweis.
  3. Für diesen muss ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 vorliegen.
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Diabetiker mit einem GdB zwischen 30 und 50 empfiehlt Hoß, einen Gleichstellungsantrag bei der Agentur für Arbeit zu stellen. Eine solche Gleichstellung sei mit Vorteilen wie einem erweiterten Kündigungsschutz verbunden. zyl : Schwerbehindertenausweis: Voraussetzungen für Diabetiker geändert

Welche Pflegestufe bei Diabetes Typ 1 Kind?

Diabetes mellitus | rae-mzm Rechtsanwalt Meyer vertritt seit über 20 Jahren regelmäßig die Rechte von an Diabetes mellitus erkrankten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, insbesondere auch zu Fragen der Pflegegrade, der Hilfsmittelgewährung (Insulinpumpen, CGM, FGM), des GdB sowie der Kindergarten- und Schulbegleitung.

  • Infothek
  • KINDERGARTEN- UND SCHULBEGLEITUNG
  • An Diabetes Mellitus erkrankte Kinder haben regelmäßig einen Anspruch auf Individualbegleitung im Kindergarten und in der Grundschule.

Die Kinder haben oft krankheits- und altersbedingt erhebliche Schwankungen des Blutzuckerspiegels im Tagesverlauf. Dies wird durch den Tagesverlauf eines Kindergartentages bzw. einer Beschulung verbunden mit vermehrten physischen und psychischen Belastungen weiter verstärkt.

  • ​ Aufgrund ihres Alters sind sie jedoch regelmäßig noch nicht selbständig abschließend in der Lage, alle erforderliche Maßnahmen treffen, die zur Abwendung von Hyper- aber auch Hypoglykämien sowie um die HbA1c-Werte im Zielbereich zu halten, erforderlich sind.
  • Sie können sich oft noch keinen korrekten Bolus geben oder ihre Mahlzeiten selbständig berechnen.

​ Bei ihnen muss daher auch während des Bezuges der Einrichtung regelmäßig, insbesondere auch zu jeder Nahrungsaufnahme, der Blutzucker festgestellt und ggf. zusätzliches Insulin an den Körper abgegeben werden. Die Mahlzeiten müssen beaufsichtigt werden.

Zur Blutzuckermessung bedarf es der Unterstützung. Gemessene Blutzuckerwerte können sie oft nicht einschätzen / beurteilen. Körperliche Anzeichen von Über- oder Unterzuckerungen können sie nicht wahrnehmen bzw. interpretieren. Sie müssen daher ständig beobachtet werden. ​ Dieses erfolgt im Alltag durch die betreuenden Eltern.

Die Eltern können am Kita- bzw. Schulbetrieb jedoch nicht teilnehmen. Oft kann oder darf auch die Kita oder Schule die erforderlichen Hilfen durch eigene Kräfte nicht durchführen. Die Kinder bedürfen daher eines Individualbegleiters. ​ Leider besteht insoweit in der Rechtsprechung der Landessozialgerichte der verschiedenen Bundesländer zur Zeit noch keine einhellige Auffassung darüber, ob es sich bei der erforderlichen Beobachtung bzw.

  1. Kontinuierlichen und zuverlässigen Stoffwechselüberwachung um eine von der Krankenkasse zu gewährende Behandlungspflege oder um Leistungen der Eingliederungshilfe, d.h.
  2. Des Kreises oder der kreisfreien Stadt handelt.
  3. Rankenkassen und Kreise verweisen daher oft auf den jeweils anderen.
  4. ​ Nach der aktuellen Rechtsprechung der schleswig-holsteinischen und hamburger Sozialgerichtsbarkeit handelt es sich aber grundsätzlich um eine von der Krankenkasse bzw.

-versicherung zu finanzierende behandlungs-pflegerische Maßnahme. Ggf. kann die Zuständigkeit jedoch auch aus einer Weiterleitung oder unter dem Aspekt eines Folgeantrages erwachsen.

  1. Gerne beraten wir Sie hierzu oder vertreten Ihre Interessen in einer rechtlichen Auseinandersetzung.
  2. _
  3. PFLEGEGRAD

Seit dem 01.01.2017 haben die sog. Pflegegrade die früher geltenden sog. Pflegestufen abgelöst. Kinder, die an Diabetes Mellitus Typ I erkrankt sind, haben nach der Schwere der Beeinträchtigungen der Selbständigkeit bzw. der Fähigkeiten regelmäßig jedenfalls Anspruch auf Pflegeleistungen nach einem Pflegegrad 2.

  • Denn sie weisen oftmals gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen insbesondere in den Bereichen kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen sowie Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte auf und bedürfen deshalb der Hilfe durch andere.
  • Dabei können sie die körperlichen, kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen oder gesundheitlich bedingten Belastungen oder Anforderungen nicht selbständig kompensieren oder bewältigen.
  • Bei pflegebedürftigen Kindern wird der Pflegegrad durch einen Vergleich der Beeinträchtigungen ihrer Selbständigkeit und ihrer Fähigkeiten mit altersentsprechend entwickelten Kindern ermittelt.
  • Leider sind die entsprechenden Einschätzungen der Krankenkassen und –versicherungen nicht immer vollumfänglich zutreffend.
  • Gerne beraten wir Sie hierzu oder vertreten Ihre Interessen in einer rechtlichen Auseinandersetzung.
  • _
  • GRAD DER BEHINDERUNG (GdB)
  • Die Erkrankung an Diabetes mellitus führt regelmäßig dazu, dass dem Betroffenen ein Grad der Behinderung (GdB) von jedenfalls 50 sowie das Merkzeichen H zu gewähren ist.

Die Versorgungsmedizinischen Grundsätze i.V.m. der Zweiten Verordnung zur Änderung der Versorgungsmedizin-Verordnung vom 14. Juli 2010 (B 15.1) führen insoweit aus: „15.1 Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) Die an Diabetes erkrankten Menschen, deren Therapie regelhaft keine Hypoglykämie auslösen kann und die somit in der Lebensführung kaum beeinträchtigt sind, erleiden auch durch den Therapieaufwand keine Teilhabebeeinträchtigung, die die Feststellung eines GdS rechtfertigt.

Der GdS beträgt 0. Die an Diabetes erkrankten Menschen, deren Therapie eine Hypoglykämie auslösen kann und die durch Einschnitte in der Lebensführung beeinträchtigt sind, erleiden durch den Therapieaufwand eine signifikante Teilhabebeeinträchtigung. Der GdS beträgt 20. Die an Diabetes erkrankten Menschen, deren Therapie eine Hypoglykämie auslösen kann, die mindestens einmal täglich eine dokumentierte Überprüfung des Blutzuckers selbst durchführen müssen und durch weitere Einschnitte in der Lebensführung beeinträchtigt sind, erleiden je nach Ausmaß des Therapieaufwands und der Güte der Stoffwechseleinstellung eine stärkere Teilhabebeeinträchtigung.

Der GdS beträgt 30 bis 40. Die an Diabetes erkrankten Menschen, die eine Insulintherapie mit täglich mindestens vier Insulininjektionen durchführen, wobei die Insulindosis in Abhängigkeit vom aktuellen Blutzucker, der folgenden Mahlzeit und der körperlichen Belastung selbständig variiert werden muss, und durch erhebliche Einschnitte gravierend in der Lebensführung beeinträchtigt sind, erleiden auf Grund dieses Therapieaufwands eine ausgeprägte Teilhabebeeinträchtigung.

Die Blutzuckerselbstmessungen und Insulindosen (beziehungsweise Insulingaben über die Insulinpumpe) müssen dokumentiert sein. Der GdS beträgt 50. Außergewöhnlich schwer regulierbare Stoffwechsellagen können jeweils höhere GdS-Werte bedingen.” ​ Häufig ist insbesondere der Nachweis erforderlich, dass der Betroffene aufgrund des Diabetes durch erhebliche Einschnitte gravierend in der Lebensführung beeinträchtigt ist.

Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts sind die Auswirkungen der Funktionsbeeinträchtigungen in allen Lebensbereichen zu ermitteln und zu berücksichtigen. Es ist eine Gesamtbetrachtung aller Lebensbereiche anzustellen und alle therapiebedingt und erkrankungsbedingt herbeigeführten erheblichen Einschnitte in der Lebensführung zu beachten.

BSG vom 16.12.2014, B 9 SB 2/13 R) Dieses sollte anhand konkreter Beispiele detailliert erfolgen. Es geht darum, wie der Betroffene durch den Diabetes in der Schule / im Beruf und in der Freizeit beeinträchtigt ist. Je umfassender und konkreter hierzu vorgetragen wird, umso besser. Darüber hinaus ist relevant, ob es schon schwere hypoglykämische Entgleisungen mit erforderlicher Fremdhilfe gegeben hat.

Auch eine außergewöhnlich schwer regulierbare Stoffwechsellage ist erheblich.

  1. Gerne beraten wir Sie hierzu oder vertreten Ihre Interessen in einer rechtlichen Auseinandersetzung.
  2. _
  3. BEWERBUNG
  4. Bei der Besetzung freier Ausbildungs- und Arbeitsplätze stellt sich regelmäßig die Frage, ob Bewerber dazu verpflichtet sind, über eine Erkrankung an Diabetes oder einen GdB / Schwerbehinderung Auskunft zu geben.

Ob eine entsprechende Offenbarungspflicht des Bewerbers bzw. ein Fragerecht des Arbeitgebers besteht, hängt davon ab, inwieweit das Interesse des Bewerbers auf Wahrung seiner Privatsphäre und seines Persönlichkeitsrechts hinter dem Informationsinteresse des Arbeitgebers im konkreten Fall zurückzutreten hat.

Ein Fragerecht des Arbeitgebers kann nur dann bestehen, wenn ein berechtigtes und schutzwürdiges Interesse an den Antworten besteht, welches stärker in das Gewicht fällt, als der Schutz der Privatsphäre des Bewerbers. ​ Grundsätzlich ist die „tätigkeitsneutrale” Frage nach einer vorliegenden Erkrankung / Behinderung daher nicht zulässig.

Ein Arbeitgeber darf sich aber dann erkundigen, wenn die Frage „tätigkeitsbezogen” ist, also der betriebliche Ablauf dadurch konkret beeinträchtigt sein könnte oder der Bewerber die vorgesehenen Arbeitsaufgaben nicht oder nur eingeschränkt ausüben kann.

Der Arbeitnehmer hat entsprechend bei tätigkeitsneutralen Fragen grundsätzlich keine Offenbarungspflicht. Eine ihm insoweit gestellte Frage muss er nicht wahrheitsgemäß beantworten. Er kann schweigen oder sein „Recht zur Lüge” ausüben. ​ Die Frage des Arbeitgebers nach einer Schwerbehinderung ist im bestehenden Arbeitsverhältnis jedoch nach sechs Monaten zulässig, d.h.

nach Erwerb des Behindertenschutzes. Das Fragerecht besteht dann insbesondere zur Vorbereitung von etwa beabsichtigten Kündigungen. Der Arbeitnehmer hat sodann die Frage nach einer Schwerbehinderung wahrheitsgemäß zu beantworten. Dieses wird damit begründet, dass die Frage in Zusammenhang mit der Pflichtenbindung des Arbeitgebers besteht, bei der Sozialauswahl die Schwerbehinderung sowie den Sonderkündigungsschutz zu berücksichtigen.

Sind Croissants für Diabetiker geeignet?

3. Weißmehl – Ob aus Weizen oder aus Dinkel: Je heller das Mehl, desto ungünstiger seine Wirkung bei Diabetes. Das liegt daran, dass weißes bzw. sehr helles Mehl so stark ausgemahlen wird, dass es keine Schalenanteile mehr enthält. Dadurch kann der Dünndarm die Stärke sehr schnell in Zucker aufspalten; der Blutzuckerspiegel schießt ähnlich rasch in die Höhe wie beim gewöhnlichen Haushaltszucker.

Ist Hackfleisch gut bei Diabetes?

Schlussfolgerung: – Das Hinzufügen einer Gewürzmischung zu Hackfleisch vor dem Garen führte bei Männern mit Typ-2-Diabetes zu einer Verringerung des Urin-Malondialdehyds, einem Anstieg von Nitrat/Nitrit im Urin und einer Verbesserung der postprandialen endothelialen Dysfunktion.

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Was darf ein Diabetiker Süßes Essen?

Süßigkeiten für Diabetiker: Wie Sie bewusst naschen Süßigkeiten für Diabetiker: Wie Sie bewusst genießen können Gesunde Ernährung Veröffentlicht am: 11.04.2022 6 Minuten Lesedauer Süßigkeiten sind für Diabetiker kein Tabu mehr – wenn die Gesamtbilanz der Kalorien und Kohlenhydrate beachtet wird. © iStock / GMVozd Süßigkeiten gehören an den Feiertagen einfach dazu. Tatsächlich wird an Ostern mehr Süßes verzehrt als zu Weihnachten. Durchschnittlich wird pro Haushalt mehr als ein Kilogramm Schokolade über die Feiertage vernascht. Grundsätzlich gilt: Süßigkeiten sind auch für Diabetiker mit Typ 1 oder Typ 2 erlaubt.

  1. Zuckerkranke sollten jedoch ihre Ernährung, sowie die verzehrten Kalorien und Kohlenhydrate, im Blick behalten.
  2. Das gilt nicht nur für süße Leckereien, sondern auch für das Festtagsessen.
  3. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft e.V.
  4. DDG) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
  5. DGE) empfehlen eine maximale Zufuhr freier Zucker von maximal zehn Prozent der Gesamtenergiezufuhr.

Hierzu zählen alle Zuckerarten, die Speisen, Getränken oder Süßigkeiten wie Schokolade zugefügt werden, aber auch Zucker, der natürlicherweise in Honig, Sirup und Fruchtsäften vorkommt. Bei einer geschätzten Gesamtenergiezufuhr von 2.000 Kilokalorien pro Tag entspricht dies einer maximalen Zufuhr von 50 Gramm Zucker oder umgerechnet etwa 10 Teelöffeln voll Zucker.

  • Zur Veranschaulichung: In 100 Gramm Ketchup sind durchschnittlich 22 Gramm Zucker enthalten, in 100 Gramm Nuss-Nougat-Creme sind es 55 Gramm.
  • Schokolade und andere Süßigkeiten enthalten meist reichlich Einfach- oder Haushaltszucker (Monosaccharide).
  • So enthält ein 100-Gramm-Schokohase etwa 50 Gramm Zucker und damit bereits die empfohlene maximale Tageszufuhr an freien Zuckern.

Kommt beispielsweise noch ein Marmeladenbrot oder versteckter Zucker aus Fertiggerichten hinzu, wird schnell das Maß überschritten. Das Problem dabei: Haushaltszucker gehört zu den „schnellen Kohlenhydraten”. Das bedeutet, er muss während der Verdauung nicht gespalten werden, sondern gelangt schnell ins Blut.

  • Dementsprechend schießt der Blutzucker rasch in die Höhe.
  • Damit es nicht zu Problemen bei der Insulin-Anpassung kommt, sollten Diabetiker, die Insulin zu den Mahlzeiten spritzen, etwas mehr Insulin zuführen.
  • Auch eine Insulinpumpe sollte entsprechend eingestellt werden.
  • Voraussetzung ist, den Kohlenhydratgehalt der Leckereien zu kennen.

Eine Kohlenhydrateinheit (KE) entspricht etwa zehn Gramm Kohlenhydraten beziehungsweise Zucker. Auch Diabetiker mit einer konventionellen Diabetestherapie, die Tabletten einnehmen oder nicht vor jeder Insulinspritze ihren Blutzuckerspiegel bestimmen, sollten den Zuckergehalt von Süßigkeiten und anderen Osterleckereien im Auge behalten, indem sie die Nährwertangaben auf der Verpackung beachten oder sich im Vorhinein informieren. Süßes ist nicht gleich Süßes. Zu den kritischen Oster-Naschereien gehören Fondant-Eier: Sie enthalten zwar wenig Fett, aber etwa 86 Gramm Zucker pro 100 Gramm. Daher sollten Diabetiker um diese Zuckerfallen einen großen Bogen machen. Wer auf Schokolade nicht verzichten möchte, sollte auf Bittersorten ausweichen, da diese mehr Kakao, aber weniger Zucker und Fett enthalten.

  • Ein weiterer Vorteil ist, dass man hiervon meist weniger isst.
  • Das ist besonders für übergewichtige Diabetiker wichtig, denn unabhängig von der Sorte schlägt Schokolade mit 500 und 600 Kilokalorien pro 100 Gramm zu Buche.
  • Grundsätzlich gilt: Für den Schoko-Genuss sollte man sich Zeit nehmen und den süßen Schmelz langsam und bewusst auf der Zunge zergehen lassen.

Wichtig ist zudem, nicht nebenbei zu naschen und keine Süßigkeiten zu essen, wenn man (Heiß-)Hunger hat. Lieber erst einmal zu etwas Obst, Joghurt, einer Scheibe Brot oder ein paar Nüssen greifen. Ärzte empfehlen, Süßigkeiten am besten nach einer Hauptmahlzeit zu naschen.

  • Etwas austricksen bei der Menge kann man sich auch, indem man sich nur eine Portion Süßes erlaubt – etwa einen abgepackten Schoko-Riegel oder eine einzeln verpackte Praline.
  • So überlisten Sie Ihre Gelüste Testen Sie beispielsweise mit einem Stück Schokolade, an welcher Stelle Ihrer Zunge Sie die Süße am intensivsten schmecken, und lassen Sie Ihre Süßigkeit genau hier langsam zergehen.

Dadurch benötigen Sie nicht so viel Süßes – kleine Mengen reichen schon aus, um das Verlangen zu stillen. Spezielle Diabetiker-Lebensmittel und damit auch -Süßigkeiten gibt es inzwischen nicht mehr, um Zuckerkranke nicht in falscher Sicherheit zu wiegen.

  1. So enthielten die Spezialprodukte zwar keinen Haushaltszucker, dafür jedoch Fruchtzucker oder Zuckeralkohole, die den Appetit nach mehr steigerten.
  2. Hinzu kommt, dass die Produkte hohe Anteile an ungünstigen Fetten hatten.
  3. Das kann für Diabetiker, die ohnehin oft Probleme mit ihrem Gewicht haben, problematisch sein.

Reformhäuser, Drogerien und Supermärkte führen inzwischen jedoch ein großes Angebot an Süßigkeiten, die sich für Diabetiker besser eignen. Oft enthalten Süßigkeiten für Diabetiker sogenannte Steviolglycoside als Süßstoff (auch erkennbar an der Bezeichnung E 960).

  • Stevia ist eine in Südamerika beheimatete Pflanze, die kalorienfrei und 200- bis 300-mal süßer als Zucker ist, allerdings einen leicht lakritzartigen Geschmack hat.
  • Eine Alternative sind Produkte mit den Zuckeraustauschstoffen Xylit (Birkenzucker) oder Erythrit (Sukrin, Sucolin oder Xucker Light).
  • Xylit enthält etwa halb so viele Kalorien wie Zucker und beeinflusst den Blutzuckerspiegel kaum.

Erythrit ist praktisch kalorienfrei und hat keine Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel. © iStock / bhofack2 Bitterschokolade enthält mehr Kakao und weniger Zucker und eignet sich deshalb für Diabetiker gut. Schokoladenüberzogene Früchte stillen den Hunger auf etwas Süßes. Ein paar Naschereien an den Feiertagen sind in der Regel völlig in Ordnung.

Sie können Süßigkeiten und Leckereien für Diabetiker aber auch ganz einfach selbst herstellen. Das hat den Vorteil, dass Sie die Zutaten und die Zuckermenge selbst bestimmen können. So lassen sich Kalorien und Zucker einsparen, indem Sie beim Backen weniger Zucker verwenden. Bei den meisten Rezepten bringt dies trotzdem gute Backerfolge.

Es ist sogar möglich, die Zuckermenge auf ein Drittel zu reduzieren. Damit sich die Geschmacksknospen daran gewöhnen können, ist es ratsam, den Zucker nach und nach zu verringern. Hier ein paar Diabetiker-freundliche Rezeptvorschläge für Ostern und andere Feiertage:

  • Süßes Osterlamm
    • Zutaten:
    • 150 g Butter oder Margarine 100 g Zuckeraustauschstoff (zum Beispiel Erythrit) 4 Eier 150 g Weizenvollkornmehl Type 1050 150 g Stärke 150 g gemahlene Haselnüsse oder Mandeln
    • 1 Päckchen Backpulver

Zubereitung: Schlagen Sie die Butter zusammen mit dem Zuckeraustauschstoff etwa zwei Minuten mit einem Rührgerät auf und geben Sie unter Rühren die Eier hinzu. Zwischen den einzelnen Eiern jeweils eine Minute lang rühren. Anschließend kommen auch die übrigen Zutaten in die Schüssel und Sie verrühren alles zu einem glatten Teig. Fürs Backen heizen Sie den Ofen auf 150 Grad Celsius (Umluft) vor und geben den Teig in die gefettete Form. Dann backen Sie das „Lamm” etwa 45 Minuten lang.

  • Schokomuffins mit Banane
    1. Zutaten für etwa 15 Muffins:
    2. 200 g getrocknete Datteln 200 ml fettarme Milch 2 reife Bananen 2 Eier 400 g gemahlene Mandeln (wer mag, kann auch Pekannüsse oder Walnüsse mahlen, das schmeckt kräftiger) 3 EL reines Kakaopulver
    3. 1 Päckchen Backpulver
    4. Zubereitung:

    Zunächst weichen Sie die Datteln in der Milch für etwa eine halbe Stunde ein. Anschließend zerdrücken Sie die Bananen und pürieren sie zusammen mit Datteln und Milch zu einer glatten Masse. Dann geben Sie das Ei und die restlichen Zutaten hinzu. Füllen Sie den Teig in kleine Förmchen – einzelne Nüsse oder Mandelsplitter sind als Deko möglich. Dann backen Sie die Muffins für 20 Minuten bei 180 Grad Celsius (Umluft) im vorgeheizten Ofen.

  • Schokofrüchte
    • Zutaten für vier Personen:
    • 100 g Zartbitterkuvertüre 300 g Bananen, Erdbeeren, Weintrauben oder Ananasstücke
    • Zubereitung:

    Waschen Sie die Früchte und schneiden Sie diese in mundgerechte Stücke. Schmelzen Sie die Schokolade in einem Wasserbad, tunken Sie die Obststücke hinein und legen Sie sie auf Backpapier, bis die Schokolade hart geworden ist. Anschließend schieben Sie mehrere Stückchen auf einen Holzspieß.

  • Was senkt den Blutzucker bei Diabetes Typ 1?

    Blutzucker im Gleichgewicht – Behandlung von Diabetes mellitus Typ 1 | Die Techniker Da der Stoffwechsel bei jedem Menschen etwas anders reagiert, werden die Blutzuckerzielwerte von Diabetikern individuell vom Arzt festgelegt. Wichtig ist dabei nicht nur der Blutzucker, sondern auch der HbA1c-Wert, der Rückschlüsse auf die Blutzuckereinstellung in den letzten acht bis zwölf Wochen erlaubt.

    Blutzucker vor dem Essen zwischen 70 und 120 mg/dl (Nüchternblutzucker)Blutzucker nach dem Essen unter 160 mg/dl HbA1c-Wert im Bereich von ≤ 7,5 % (≤ 58 mmol/mol)

    Als blutzuckersenkende Faktoren gelten vor allem Insulin, gesunde Ernährung und moderate Bewegung. Auch Alkohol senkt den Blutzucker und kann in großen Mengen sogar zu einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) führen. Der Blutzuckerwert steigt hingegen bei Insulinmangel, Ernährungsfehlern, Bewegungsmangel sowie Infekten.

    • Die Insulindosis im Rahmen der richtet sich daher stets nach dem aktuellen Blutzuckerwert, der verzehrten Kohlenhydratmenge und der geplanten Aktivität.
    • In einer Diabetes-Schulung lernen Sie, wie Sie Ihre Erkrankung bestmöglich in Ihren Alltag integrieren können.
    • Neben der Insulintherapie sind auch Ernährung, Bewegung und Sport sowie das richtige Verhalten in Notfallsituationen zentrale Themen.

    Auch wenn Sie bereits an einer Schulung teilgenommen haben, lohnt es sich, das Wissen regelmäßig aufzufrischen. Angehörige können ebenfalls an Schulungen teilnehmen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist die Basis der Behandlung bei Diabetes Typ 1.

    • Sie zielt darauf ab, den Blutzucker im Normalbereich zu halten, Übergewicht zu vermeiden und Störungen des Fettstoffwechsels vorzubeugen.
    • Allerdings muss die Insulindosis auf die Mahlzeiten abgestimmt werden.
    • Vor allem Kohlenhydrate und in geringerem Umfang auch Fette und Eiweiße lassen den Blutzucker ansteigen.

    Experten raten allgemein zu einer vollwertigen Mischkost, bei der Sie auch Ihre Lieblingsgerichte weiterhin in Maßen genießen können.

    Ausführliche

    “Spezielle Diabetiker-Produkte oder Diät-Lebensmittel sind bei Diabetes mellitus gar nicht nötig”, sagt Petra Rudnick vom TK-Ärztezentrum und ergänzt: “Vor einiger Zeit wurden diese Lebensmittel aus dem Handel genommen und dürfen seither nicht mehr mit der speziellen Bezeichnung ‚Zur besonderen Ernährung bei Diabetes mellitus im Rahmen eines Diätplanes‘ gekennzeichnet werden.” Bei Übergewicht denken die meisten Menschen sofort an Diabetes mellitus Typ 2. Doch auch viele Typ-1-Diabetiker sind heute übergewichtig. Dies liegt vor allem an der intensivierten Insulintherapie und an ungesunden Lebensgewohnheiten. Mit jedem Kilo zu viel steigt der Insulinbedarf. Wer abnimmt, erhöht seine Chance, den Blutzuckerspiegel dauerhaft zu senken. Um das Körpergewicht zu bewerten, verwenden Mediziner den (BMI). Dieser Index gibt das Verhältnis zwischen Körpergewicht und Körpergröße wieder. Übergewichtigen Diabetikern mit einem BMI zwischen 25 und 30 kg/m² raten Experten, etwa fünf Prozent ihres Gewichts zu verlieren. Stark übergewichtige Diabetiker (BMI > 30 kg/m²) sollten sogar mehr als zehn Prozent ihres Körpergewichts abnehmen. Wenn Sie abnehmen möchten, lassen Sie sich am besten von einem Ernährungsberater unterstützen. Zusammen legen Sie fest, wie viele Kalorien Sie täglich einsparen können. Häufig unterscheiden Ernährungsberater zwischen einer mäßig kalorienbegrenzten (1.200 bis 2.000 Kilokalorien täglich) und einer drastisch kalorienreduzierten Ernährung (800 bis 1.200 Kilokalorien täglich). Letztere richtet sich nur an stark übergewichtige Menschen und erfordert eine engmaschige ärztliche Kontrolle. Nach wenigen Wochen sollte sie in eine mäßig kalorienreduzierte Ernährung übergehen. Körperliche Aktivität ist ein wesentlicher Teil der Diabetes-Behandlung und hilft, Gewicht zu verlieren und Normalgewicht zu halten. Bewegung macht zudem die Zellen sensibler für Insulin, sodass das Hormon seine Wirkung besser entfalten kann und der Blutzucker sinkt. Langfristig senkt regelmäßige Bewegung auch das Risiko für Folgeerkrankungen, insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Aktivitäten müssen noch nicht einmal schweißtreibend sein. Schon eine halbe Stunde täglich zügig spazieren gehen oder Fahrrad fahren reichen aus, um die Insulinempfindlichkeit zu steigern. Die Insulingabe muss bei sportlicher Aktivität angepasst werden, um eine Unterzuckerung zu vermeiden.

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    • Auflage, Stand: 28.03.2018.
    • URL: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/057-013l_S3-Therapie-Typ-1-Diabetes_2018-08.pdf (abgerufen am: 20.11.2018).Schmeisl, G.W.: Schulungsbuch Diabetes.8.
    • Auflage München: Elsevier 2015.Schmeisl, G.W.: Typ-1-Diabetes.
    • Sport treiben – Insulin anpassen.
    • Diabetes-Journal, 2016; 65 (2), S.26–29.

    URL: https://www.diabetes-online.de/infobox/a/typ-diabetes-sport-treiben-insulin-anpassen-1748916 (abgerufen am: 20.11.2018). Schumacher, B.: Viele junge Typ-1-Diabetiker sind massiv übergewichtig. ÄrzteZeitung, 30.11.2015. URL: https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/diabetes/article/896774/adipositas-viele-junge-typ-1-diabetiker-massiv-uebergewichtig.html (abgerufen am: 20.11.2018).

    Welches Obst bei Diabetes Typ 1?

    Tipps für den genussvollen Alltag: Obst für Diabetikerinnen und Diabetiker – Sie fragen sich nun, welches Obst bei Diabetes geeignet ist und ob es etwas beim Verzehr zu beachten gibt? Folgende Tipps helfen Ihnen im Alltag:

    Behalten Sie Ihren Blutzuckerspiegel im Blick und beobachten Sie Ihre individuelle Reaktion auf verschiedene Obstsorten. Wählen Sie frisches oder ohne Zusätze tiefgekühltes Obst, Achten Sie auf den glykämischen Index (GI), also auf alle Sorten mit niedrigem GI. Empfehlenswertes Obst für Diabetiker:innen sind zum Beispiel Äpfel, Birnen, Beeren, Zitrusfrüchte, frische Aprikosen oder Kirschen. Liegt ein hoher glykämischer Index vor, ist dieses Obst für Diabetiker:innen weniger geeignet und sollte selten verzehrt werden. Unter anderem gehören Weintrauben, Ananas und Banane dazu.5 Vorsicht bei Trockenobst : Hier wird den Früchten durch den Dörrvorgang das Wasser entzogen, sodass sich der relative Zuckeranteil erhöht. Achtung bei Säften und Smoothies als Fertigprodukte. Sie enthalten oftmals zugesetzten Zucker. Gewöhnen Sie sich an, stets einen Blick auf die Zutatenliste zu werfen: Tiefgekühltes Obst, vor allem Obstmischungen, enthalten oft versteckte Zusätze von Zucker.6 Greifen Sie lieber zu Obstmark statt zu Obstmus. Ersteres enthält als Zutat ausschließlich die gesunde Frucht.

    Download: Ernährungsratgeber > Unabhängig davon, welches Obst Sie bei Diabetes wählen, ist ein weiterer Alltagstipp : Verzehren Sie es im besten Fall immer in Kombination mit eiweiß- oder fettreichen Produkten – zum Beispiel in Form eines leckeren Fruchtquarks. Auf diese Weise gelangt das Obst und der darin enthaltene Zucker in andere Nährstoffe verpackt in den Magen-Darm-Trakt. Dadurch dauert die Verdauung länger und der Blutzuckerspiegel steigt langsamer an.

    Wie lange kann man mit Diabetes Typ 1 leben?

    Diabetes Typ 1: Lebenserwartung hat sich verbessert Ein Mädchen, das an Diabetes Typ 1 erkrankt ist, bekommt von ihrer Mutter mit einem Pen Insulin gespritzt. Bild: dpa Die Lebenserwartung von Patienten mit „jugendlichem Diabetes” hat sich verbessert.

    1. Offenbar profitieren Typ 1-Diabetiker von intensiver Insulintherapie.
    2. D ie Häufigkeit des Typ 1-Diabetes, im Volksmund auch jugendlicher genannt, nimmt in Deutschland und vielen anderen Nationen seit den fünfziger Jahren zu.
    3. Zugleich bricht diese Form von Zuckerkrankheit, bei der das körpereigene Immunsystem die Insulin erzeugenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört, in immer jüngeren Jahren aus.

    Worauf dieser beunruhigende Trend genau beruht, lässt sich noch nicht beantworten. Genetische Mutationen sind wohl beteiligt, scheinen aber keine dominierende Rolle zu spielen. Denn hierzu ist die Zahl der Betroffenen mancherorts zu rasch in die Höhe geschnellt.

    Das gilt etwa für Finnland, wo der Typ 1-Diabetes inzwischen mehr als viermal so oft auftritt wie vor sechzig Jahren. Ursächlich für die wachsende Verbreitung dieser Krankheit – aber auch etlicher anderer Autoimmunkrankheiten – scheinen somit äußere Einflüsse zu sein. Welche genau, liegt zwar noch im Dunkeln.

    Die Liste der Tatverdächtigen ist gleichwohl lang und umfasst, neben einem Mangel an Vitamin D, die verbesserten hygienischen Verhältnisse. So besagt die „Hygiene-Theorie”, dass das Immunsystem von Kindern, die in einer allzu keimfreien Umwelt aufwachsen, beim Kontakt mit bestimmten Erregern leicht in die Irre geleitet wird und in der Folge dazu tendiert, auch körpereigenes Gewebe zu attackieren.

    Es gibt allerdings auch gute Nachrichten: Anders als noch vor dreißig Jahren besitzen Personen mit Typ 1-Diabetes – hierzulande sind es schätzungsweise 300000 – inzwischen eine gute Lebenserwartung. Dennoch besteht nach wie vor ein Rückstand zur Allgemeinbevölkerung. Zu diesem Ergebnis kommen schottische Epidemiologen nach Auswertung der Daten des umfassenden Diabetesregisters ihres Heimatlandes.

    Wie Shona J. Livingstone von der University of Dundee und ihre Kollegen im „Journal” der amerikanischen Medizingesellschaft („Jama”, doi: 10.1001/jama.2014.16425) schreiben, waren zwischen 2008 und 2010 knapp 24700 Erwachsene mit Typ 1-Diabetes in der nationalen Datenbank erfasst.

    • Im Durchschnitt 43 Jahre alt, mussten sie seit rund neunzehn Jahren Insulin spritzen.
    • Etwas mehr als tausend von ihnen verstarben dann im Verlauf von drei Jahren.
    • Dabei zeigte sich, dass die Betroffenen eine um elf bis dreizehn Jahre geringere aufwiesen als die Allgemeinbevölkerung.
    • Zu den häufigsten Ursachen für ihren früheren Tod zählten an erster Stelle arteriosklerotisch bedingte Herzkreislaufattacken und an zweiter schwere Entgleisungen des Zuckerstoffwechsels.

    Wie Hans Hauner von der Technischen Universität München feststellt, dürften die Ergebnisse der schottischen Studie auf Deutschland übertragbar sein. „Genaue Aussagen sind hierzulande allerdings nicht möglich, da es bei uns leider keine Diabetesregister gibt”, fügt der Diabetologe hinzu.

    1. Über Disease-Management-Programme werden zwar potenziell geeignete Daten gesammelt.
    2. Wissenschaftler haben zu diesen Daten aber keinen Zugang.” Wie Hauner einräumt, sollte man die Resultate der schottischen Erhebung nicht zu negativ beurteilen.
    3. Vor dreißig Jahren war die Lebenserwartung von Patienten mit Typ 1-Diabetes noch um zwanzig bis dreißig Jahre geringer als jene der Allgemeinbevölkerung.” Dass sich die Situation der Betroffenen deutlich gebessert hat, liege an der intensivierten und der Selbstkontrolle der Blutzuckerwerte.

    Je nachhaltiger der Blutzuckerspiegel dabei in Richtung Norm gesenkt wird, desto besser ist die Lebenserwartung der Betroffenen. Hinweise darauf liefern die Ergebnisse einer weiteren Registerstudie, der die einschlägigen Daten aus Schweden zugrunde liegen.

    Wie Marcus Lind von der Universität Göteborg und die anderen Autoren verstarben zwischen Januar 1998 und Dezember 2011 insgesamt acht Prozent der knapp 34000 Typ 1-Diabetiker, aber nur knapp drei Prozent der 69000 stoffwechselgesunden Vergleichspersonen. Nicht alle Diabetiker waren indes gleichermaßen von einem vorzeitigen Tod bedroht, sondern vornehmlich solche mit schlecht eingestelltem Blutzuckerkonzentrationen: Diese Personen wiesen eine zehnmal höhere Sterblichkeit auf als Männer und Frauen ohne Diabetes; bei Patienten mit normnahen Blutzuckerwerten war die Gefahr entsprechend „nur” doppelt so hoch.

    Auch in dieser Untersuchung stellten arteriosklerotische Herzkreislaufattacken und diabetesbedingte Komplikationen den häufigsten Grund dar, weshalb die Diabetiker früher verstarben. Auf welche Weise ein Typ-1 Diabetes die Entstehung arteriosklerotischer Herzkrankheiten fördert, lässt sich noch nicht mit Sicherheit sagen.

    Die gängigen Risikofaktoren, darunter hoher Blutdruck, zu viel Cholesterin im Blut und starkes, scheinen jedenfalls nicht die treibende Kraft zu sein. Denn anders als bei Patienten mit „Alterszucker”, einem vornehmlich auf ungesunde Lebensweisen zurückgehenden Typ-2 Diabetes, kommen solche Störungen bei Personen mit „jugendlichem” Diabetes nicht häufiger vor als in der Allgemeinbevölkerung.

    Unterschiede gibt es zwischen den beiden Patientengruppen darüber hinaus, was den Nutzen einer intensiven Insulintherapie angeht. Zwar erhöht diese in beiden Fällen das Risiko für eine lebensbedrohliche Unterzuckerung. Bei Personen mit Typ 1- Diabetes überwiegen die gesundheitlichen Vorteile einer solchen Behandlung aber bei weitem, während bei jenen mit „Alterszucker” eher das Gegenteil zutrifft.

    • Dass auch die Lebenserwartung von Patienten mit Typ 2-Diabetes in den letzten zwanzig Jahren deutlich gestiegen ist, dürfte daher weniger auf einer besseren Blutzuckereinstellung beruhen”, erklärt der Diabetologe Hauner.
    • Zurückführen lässt sich dieser Fortschritt eher auf eine konsequentere Kontrolle des Blutdrucks und der Blutfettwerte.

    : Diabetes Typ 1: Lebenserwartung hat sich verbessert