Gamma-Gt Werte Ab Wann Gefährlich - Portal hrvatskih arhitekata

Gamma-Gt Werte Ab Wann Gefährlich

Gamma-Gt Werte Ab Wann Gefährlich
INNSBRUCK (ner). Ein mäßig bis stark erhöhter Gamma-GT-Wert läßt Aussagen über die Sterbewahrscheinlichkeit an kardiovaskulären Erkrankungen zu. Der neue Risikomarker rangiert in der Wertigkeit offenbar an dritter Stelle, gleich hinter erhöhtem systolischem Blutdruck und Rauchen, haben Epidemiologen herausgefunden.

Enzym rangiert als Risikomarker hinter Hypertonie und Rauchen.

Sowohl bei Männern als auch bei Frauen waren erhöhte ?-GT-Werte signifikant mit der kardiovaskulären Sterberate assoziiert. Die Dosis-Wirkungs-Beziehung war eindeutig und der Zusammenhang unabhängig von anderen bekannten Risikofaktoren. So haben Männer mit einer ?-GT von mehr als 55 U/l ein 1,6fach höheres Sterberisiko als mit niedrigen Werten (unter 14 U/l); und Frauen mit mehr als 35 U/l haben ein 1,5fach höheres Risiko als bei Werten unter 9 U/l.

  • Der Schwellenwert, ab dem der Test ausreichend sensitiv ist, liegt nach Ulmers Angaben noch im Normalbereich, nämlich bei 16 U/l bei Männern und 11 U/l bei Frauen.
  • Der Zusammenhang bestätigte sich in allen Subgruppen, etwa bei KHK, chronischer Herzinsuffizienz sowie Schlaganfall, war aber nicht immer signifikant.

Die Studie bestätigt Resultate vorangegangener Untersuchungen. Offenbar ist die ?-GT am Pathomechanismus der Atherosklerose direkt beteiligt. Das Enzym sei in zerebralen, koronaren und Karotis-Plaques gefunden worden, so Dr. Michele Emdin aus Pisa in Italien in einem Kommentar (Circulation 112, 2005, 2078).

  1. Es triggere dort pro-oxidative Prozesse.
  2. LDL-Lipoproteine transportieren ?-GT.
  3. Auch korreliere die ?-GT-Erhöhung mit dem Ausmaß der Plaque-Instabilität.
  4. Brauchen wir noch einen weiteren Risikofaktor?”, fragt Emdin.
  5. Die Antwort lautet: Ja! Die ?-GT könnten im Einzelfall für die Differentialtherapie bedeutend werden, so Emdin.

Schließlich vermehrten die Erkenntnisse über die ?-GT auch das Verständnis für die Pathomechanismen der Atherosklerose.

Wann wird der Gamma-GT Wert kritisch?

Gamma-GT stark erhöht – Bei GGT-Werten über 300 U/l beim Erwachsenen spricht man von einer starken Erhöhung. Solche Werte kommen vor allem bei Leberschäden durch Vergiftungen vor. Verantwortliche Gifte sind zum Beispiel Chemikalien wie Tetrachlormethan, Benzol oder Nitroverbindungen, aber auch Pilzgifte wie das α-Amanitin des Knollenblätterpilzes.

Gallestau (Cholestase) schwerer Gallenblasenentzündung (Cholezystitis) bzw. schwere Gallengangsentzündung (Cholangitis) cholestatischem Verlauf einer Virushepatitis

Die Therapiemaßnahmen richten sich danach, wie stark Gamma-GT erhöht ist und welche Ursache dahintersteckt.

Bei welchem Leberwert wird es gefährlich?

Zwei Leberwerte sind besonders wichtig – Wichtige Aussagekraft dagegen haben vor allem diese beiden Leberwerte:

GOT, Glutamat-Oxalacetat-Transaminase GPT, Glutamat-Pyruvat-Transaminase

Die Werte von GOT und GPT sollten jeweils bei Frauen unter 35, bei Männer unter 50 liegen. „Sind diese Werte stark erhöht, kann etwas sehr Ernsthaftes, Akutes dahinterstecken, etwa eine akute Hepatitis”, warnt der Professor. Dann sollte auf jeden Fall ein Experte, also ein Gastroenterologe oder Hepatologe hinzugezogen werden.

Wie hoch darf der Gamma-GT sein?

Referenzwert

Einheit Referenzbereich
Männer bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
U/L (Units pro Liter) 12–55 U/L 9–38 U/L

Wie hoch ist der Gamma-GT Wert bei Alkoholikern?

Wie schnell kann man den Gamma-GT Wert senken? – Referenzbereiche der Leberenzyme in IFCC-Einheiten pro Liter gemessen bei 37 °C –

Enzym Frauen Männer
AST (GOT) unter 35 U/l unter 50 U/l
ALT (GPT) unter 35 U/l unter 50 U/l
Gamma-GT unter 40 U/l Unter 60 U/l
Alkalische Phosphatase (AP) 35 bis 105 U/l 40 bis 130 U/l

Zudem kann ein erhöhter AST-Wert auch auf einen Herzinfarkt hinweisen. In diesem Fall beginnt die Konzentration vier bis acht Stunden nach dem Ereignis anzusteigen und erreicht ihren Maximalwert nach etwa 16 bis 48 Stunden. Leicht erhöhte AST-Werte treten auch bei Schäden der Skelettmuskulatur nach Operationen und bei Muskelerkrankungen wie progressiver Muskeldystrophie auf.

Ein gleichzeitiger Anstieg des AST und des ALT-Wertes weisen dagegen auf Leberschäden hin. Alanin-Aminotransferase Die Alanin-Aminotransferase (ALT) wird in Deutschland auch Glutamat-Pyruvattransaminase (GPT) genannt. Das ebenfalls am Proteinstoffwechsel beteiligte Enzym kommt in geringen Konzentrationen auch im Herz- und Skelettmuskel vor.

Für ALT gelten die gleichen Referenzwerte wie für AST. Ein erhöhter ALT-Wert weist auf akute oder chronische Hepatitis, toxische Leberschäden, Leberkrebs oder einen Verschlussikterus (Gelbsucht infolge Gallenflussbehinderung) hin. Gamma-Glutamyltransferase Die Gamma-Glutamyltransferase (GGT) ist ein membrangebundenes Enzym, das einen Glutamylrest von Glutathion auf Peptide überträgt.

Es ist in verschiedenen Organen wie der Leber, der Niere, dem Gehirn oder der Bauchspeicheldrüse zu finden. Ein erhöhter GGT-Wert weist dennoch in der Regel auf Leberschäden hin. Er ist der empfindlichste Indikator für Störungen der Leber- und Gallenfunktion und bei geringen Schäden manchmal der einzige Hinweis.

Normalerweise liegt der GGT-Wert bei Frauen unter 40 U/l und bei Männern unter 60 U/l. Stark erhöhte Konzentrationen sind charakteristisch für einen Verschlussikterus, einen Gallengangstau (Cholestase) oder toxische Leberschädigungen. Mäßig erhöhte Werte können bei chronischer Leberentzündung zum Beispiel durch Alkoholmissbrauch, bei Leberzirrhose oder Lebermetastasen auftreten.

  • Leicht erhöhte Werte können auf einen konstanten Alkoholkonsum, eine unkomplizierte Virushepatitis oder eine alkoholische Fettleber zurückgehen.
  • Der GGT-Wert ist gut geeignet, um einen Alkoholismus zu erkennen.
  • Jede dritte GGT-Werterhöhung geht auf chronisch überhöhten Alkoholkonsum zurück.
  • Ein einmaliger Exzess langt dabei nicht aus, den Spiegel ansteigen zu lassen, außer wenn die Leber bereits vorgeschädigt ist.

Der GGT-Wert wird auch verwendet, um den Erfolg eines Alkoholentzugs zu überprüfen. Nach etwa drei Wochen sinkt der GGT-Wert um die Hälfte, nach zwei bis drei Monaten liegt er wieder im Normalbereich. Da das Enzym auch in anderen Geweben vorkommt, kann ein Anstieg des GGT-Wertes auch andere Ursachen wie eine Nierenerkrankung, einen Herzinfarkt, Diabetes mellitus oder Bluthochdruck haben.

  1. Alkalische Phosphatase Die akalische Phosphatase (AP) ist eine Hydrolase, die Phosphat-Gruppen von verschiedenen Molekülen wie Proteinen, Nukleotiden und Alkaloiden entfernt.
  2. Sie kommt in allen Geweben vor, ist in höheren Konzentrationen aber in der Leber, in den Knochen und während der Schwangerschaft in der Plazenta vorhanden.

Der Referenzbereich liegt zwischen 35 bis 105 U/l bei Frauen und zwischen 40 und 130 U/l bei Männern. Wie die GGT auch zeigen erhöhte AP-Werte einen Gallenstau in und außerhalb der Leber (Verschlussikterus oder Cholestase) an. Auch bei viraler Hepatitis oder der Einnahme bestimmter Medikamente kann der AP-Spiegel ansteigen.

  1. Auch im Knochen ist das Enzym in hoher Konzentration vorhanden.
  2. Sie wird dort von knochenaufbauenden Zellen, den Osteoblasten, produziert.
  3. Bei vielen Knochenerkrankungen ist die AP-Konzentration erhöht.
  4. Dazu zählen Knochenmarkentzündung (Morbus Paget), Knochenkrebs, Knochenmetastasen, Rachitis und Osteomalazie (krankhafter Knochenabbau).

Um Skeletterkrankungen aufzudecken, werden zusätzlich noch der Calcium- und Phosphatspiegel bestimmt. Im Kindes- und Jugendalter können erhöhte AP-Werte wegen des Knochenwachstums normal sein, und auch in der Schwangerschaft treten hohe Werte auf, ohne dass sie Krankheitscharakter haben.

Regeneration möglich Auch wenn die Leberwerte erhöht sind, heißt das nicht, dass das Organ nachhaltig geschädigt ist. Denn die Leber kann sich als einziges Organ des Körpers in gewissem Umfang wieder regenerieren. Vorraussetzung ist aber, dass der schädigende Stimulus, die virale Infektion, der Alkoholkonsum oder die Medikamenteneinnahme, wegfällt.

Dann kann sich neues Gewebe bilden, und die Leberwerte sinken wieder auf ein normales Maß.

Wie hoch ist der Gamma-GT bei einer Leberzirrhose?

Der Gamma-GT Wert bei Leberzirrhose – Eine der Transaminasen ist ein sehr empfindlicher Parameter für Lebererkrankungen: der Gamma-GT Wert. Die Gamma-Glutamyl-Transferase (GGT) ist ein Enzym, das bestimmt Vorgänge im Stoffwechsel der Zellen ermöglicht.

  1. Grundsätzlich kann man es in unterschiedlichen Organen finden.
  2. Im Blut kann jedoch nur der Gamma-GT Wert aus der Leber gemessen werden.
  3. Daher wird ihre Aktivität bei Verdacht auf Lebererkrankungen bestimmt.
  4. Besonders bei Alkohol-bedingen Leberschäden und Abflussstörungen der Galle sind die Gamma-GT Werte erhöht.

Der Normalwert ist abhängig von Alter und Geschlecht. Bei erwachsenen Frauen sind Werte bis 39 U/l normal, bei Männern bis 66 U/l. Von einem erhöhten Gamma-GT Wert alleine kann man allerdings noch nicht zwingend auf einen Leberschaden schließen. Erst, wenn weitere Blutwerte, wie AST (Aspartat-Aminotransferase) und ALT (Alanin-Aminotransferase) ebenfalls außerhalb der Referenzwert liegen, kann sicher von einem bereit vorliegenden Leberschaden ausgegangen werden.

Wie hoch ist der GGT-Wert bei Leberkrebs?

Neuer Indikator für Krebsrisiko entdeckt – myPoint Einen neuen Risikoindikator für Krebserkrankungen hat ein Team um Dr. Alexander M. Strasak, Prof. Karl Peter Pfeiffer und Prof. Hanno Ulmer vom Department für Medizinische Statistik, Informatik und Gesundheitsökonomie entdeckt. Die Forscher konnten anhand von Gesundheitsdaten aus Vorarlberg zeigen, dass bei erhöhten Werten des Leberenzyms Gamma-Glutamyl-Transferase das Krebsrisiko deutlich ansteigt.

In der Labordiagnostik wird das Enzym Gamma-Glutamyl-Transferase (GGT) bisher vor allem als Indikator für Erkrankungen der Leber, der Gallenwege und für Alkoholismus herangezogen. Vor drei Jahren haben die Forscher des von Prof. Karl Peter Pfeiffer geleiteten Departments für Medizinische Statistik, Informatik und Gesundheitsökonomie in einer umfangreichen Studie erstmals zeigen können, dass das Leberenzym auch ein wertvoller Marker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein kann.

Bereits Jahre vor dem Auftreten tödlicher Herzerkrankungen oder eines Schlaganfalls sind die GGT-Werte nämlich deutlich erhöht. Nun konnte das Team um Dr. Alexander M. Strasak und Prof. Hanno Ulmer zeigen, dass dieses Enzym auch ein möglicher Indikator für ein erhöhtes Krebsrisiko sein kann.

Vor allem bei jungen Menschen auffällig Die neue Studie stützt sich auf die Auswertung von Daten aus Untersuchungen von knapp 80.000 gesunden Männern in Vorarlberg, die vom Arbeitskreis für Vorsorge- und Sozialmedizin im Rahmen des Vorarlberg Health Monitoring and Promotion Programme (VHM&PP) gesammelt und dokumentiert wurden.

„Unseren statistischen Analysen zufolge haben bereits Menschen mit einem leicht erhöhten GGT-Wert ein signifikant höheres Risiko für Tumorerkrankungen”, erklärt Dr. Alexander Strasak die Ergebnisse. „Bei Personen mit sehr hohen GGT-Werten steigt das Risiko stark an.” So haben Menschen mit einem GGT-Wert von 60 U/l ein um 20 Prozent erhöhtes Krebsrisiko, während ein GGT-Wert von 200 U/l mit einem um 70 Prozent gesteigerten Risiko verbunden ist.

Dieser Zusammenhang ist vor allem bei jungen Menschen auffällig”, erklärt Strasak. „Ab einem Alter von 65 Jahren verliert GGT laut unseren Daten seinen prädiktiven Wert.” Umwelteinflüsse verantwortlich? „Der Zusammenhang von GGT mit Tumorerkrankungen wurde bisher noch kaum untersucht”, sagt Alexander Strasak.

„Eine mögliche Erklärung für den zugrundeliegenden biologischen Mechanismus könnten aber die pro-oxidativen Funktionen des GGT sein.” In ihrer Studie haben die Innsbrucker Forscher den Zusammenhang auch für unterschiedliche Tumorarten untersucht. Dabei zeigte sich, dass GGT vor allem für Krebsarten relevant ist, die durch den Lebensstil beeinflusst werden.

  • GGT könnte deshalb ein brauchbarer Indikator für krebsfördernde Veränderungen sein”, so Dr. Strasak.
  • Wir wissen aus anderen Studien, dass die GGT-Werte auch mit krebserregenden Umwelteinflüssen korrelieren.” Bei Tumorerkrankungen mit vornehmlich endogenen Ursachen konnten die Statistiker dagegen keinen Zusammenhang erkennen.

Die Forscher des Departments für Medizinische Statistik, Informatik und Gesundheitsökonomie werden in kürze eine weitere Studie mit Gesundheitsdaten von Frauen veröffentlichen. Diese bestätigt weitgehend die nun in der renommierten Zeitschrift Cancer Research publizierten Ergebnisse aus der Männer-Studie.

Was bedeutet ein Leberwert von 100?

Welche Vorgehensweise bei erhöhten Leberwerten wird empfohlen? – Zunächst sollte eine Einschätzung von Schweregrad und Leberfunktion erfolgen. Zeichen, die auf eine akute Gefährdung des Patienten hinweisen und eine stationäre Einweisung oder eine endoskopische Intervention erforderlich machen:

Gallengangsobstruktion mit Cholangitis (Charcot-Trias II: Ikterus, Fieber, Schmerzen) Leberwerte über das 100-Fache der Norm erhöht. Ursächlich sind meist akute Ereignisse wie Virushepatitis, Vergiftung (Paracetamol, Pilzvergiftung), seltener kardiale (Rechtsherzinsuffizienz) oder vaskuläre Ursachen (z.B. Budd-Chiari-Syndrom). Neben pathologischen Leberfunktionstests (Cholinesterase, Quick/INR, Albumin) liegen auch Zeichen der Dekompensation wie Ascites, Foetor hepaticus oder Bewusstseinseintrübung vor.

Bei Patienten, deren Leberwerte erstmalig erhöht nachgewiesen werden und das Zweifache des oberen Normwertes nicht übersteigen, kann zunächst eine Kontrolle in 2–3 Monaten erfolgen. Passagere Leberwerterhöhungen treten z.B. im Rahmen von Virusinfekten aus der Herpesgruppe (EBV, CMV, HSV, VZV) auf.

Medikamenteneinnahme, pflanzliche Substanzen, Tees, Nahrungsergänzungsmittel,Anabolika Alkohol-, Drogenabusus Hepatitisrisiken (Transfusionen, intravenöser Drogenmissbrauch, Tätowierungen, häufig wechselnde Geschlechtspartner, Auslandsaufenthalte) Exposition am Arbeitsplatz Lebererkrankungen in der Familie extrahepatische Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, metabolisches Syndrom, Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankungen, rheumatoide Arthritis, Sprue, Lupus erythematodes Muskel- oder Gelenkschmerzen Hautausschläge Blutungsneigung Juckreiz, Ikterus, Stuhl- und Urinverfärbungen Gewichtsverlust Schwangerschaft

Typische, auf eine Lebererkrankung hinweisende körperliche Symptome wie Spider naevi, Caput medusae oder Palmarerythem lassen sich meist erst in späten Stadien der Erkrankung feststellen.

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Wie hoch sind die Leberwerte bei einer Fettleber?

Fettleber-Index (FLI): Indikator aus Blutwerten und Gewicht – Aus den Blutwerten für GGT und Triglyceride errechnet sich mit den Daten von (gemessen auf Taillenhöhe) der sogenannte Fettleber-Index (FLI). Im Internet gibt es zahlreiche Seiten mit kostenlosen FLI-Rechnern, wo man seine eigenen Werte eintragen kann.

Liegt der persönliche FLI über 60, besteht mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Fettleber. Ist die Leber dann im Ultraschall vergrößert, gilt die Diagnose Fettleber praktisch als gesichert. Nur in seltenen Fällen ist noch eine Punktion der Leber (Leberbiopsie) notwendig – das ist die Entnahme einer kleinen Gewebeprobe bei lokaler Betäubung zur mikroskopischen Untersuchung.

Ob das Lebergewebe schon durch eine Entzündung vernarbt ist und eine Tendenz zur Fibrose – der krankhaften Vermehrung von Bindegewebe – vorliegt, kann der Arzt mit einem Fibroscan untersuchen, einer Art Ultraschall. Er misst damit die Elastizität der Leber.

Wie schnell verbessert sich der Gamma-GT wert?

Wie schnell kann man den Gamma-GT Wert senken? – Referenzbereiche der Leberenzyme in IFCC-Einheiten pro Liter gemessen bei 37 °C –

Enzym Frauen Männer
AST (GOT) unter 35 U/l unter 50 U/l
ALT (GPT) unter 35 U/l unter 50 U/l
Gamma-GT unter 40 U/l Unter 60 U/l
Alkalische Phosphatase (AP) 35 bis 105 U/l 40 bis 130 U/l

Zudem kann ein erhöhter AST-Wert auch auf einen Herzinfarkt hinweisen. In diesem Fall beginnt die Konzentration vier bis acht Stunden nach dem Ereignis anzusteigen und erreicht ihren Maximalwert nach etwa 16 bis 48 Stunden. Leicht erhöhte AST-Werte treten auch bei Schäden der Skelettmuskulatur nach Operationen und bei Muskelerkrankungen wie progressiver Muskeldystrophie auf.

  • Ein gleichzeitiger Anstieg des AST und des ALT-Wertes weisen dagegen auf Leberschäden hin.
  • Alanin-Aminotransferase Die Alanin-Aminotransferase (ALT) wird in Deutschland auch Glutamat-Pyruvattransaminase (GPT) genannt.
  • Das ebenfalls am Proteinstoffwechsel beteiligte Enzym kommt in geringen Konzentrationen auch im Herz- und Skelettmuskel vor.

Für ALT gelten die gleichen Referenzwerte wie für AST. Ein erhöhter ALT-Wert weist auf akute oder chronische Hepatitis, toxische Leberschäden, Leberkrebs oder einen Verschlussikterus (Gelbsucht infolge Gallenflussbehinderung) hin. Gamma-Glutamyltransferase Die Gamma-Glutamyltransferase (GGT) ist ein membrangebundenes Enzym, das einen Glutamylrest von Glutathion auf Peptide überträgt.

Es ist in verschiedenen Organen wie der Leber, der Niere, dem Gehirn oder der Bauchspeicheldrüse zu finden. Ein erhöhter GGT-Wert weist dennoch in der Regel auf Leberschäden hin. Er ist der empfindlichste Indikator für Störungen der Leber- und Gallenfunktion und bei geringen Schäden manchmal der einzige Hinweis.

Normalerweise liegt der GGT-Wert bei Frauen unter 40 U/l und bei Männern unter 60 U/l. Stark erhöhte Konzentrationen sind charakteristisch für einen Verschlussikterus, einen Gallengangstau (Cholestase) oder toxische Leberschädigungen. Mäßig erhöhte Werte können bei chronischer Leberentzündung zum Beispiel durch Alkoholmissbrauch, bei Leberzirrhose oder Lebermetastasen auftreten.

Leicht erhöhte Werte können auf einen konstanten Alkoholkonsum, eine unkomplizierte Virushepatitis oder eine alkoholische Fettleber zurückgehen. Der GGT-Wert ist gut geeignet, um einen Alkoholismus zu erkennen. Jede dritte GGT-Werterhöhung geht auf chronisch überhöhten Alkoholkonsum zurück. Ein einmaliger Exzess langt dabei nicht aus, den Spiegel ansteigen zu lassen, außer wenn die Leber bereits vorgeschädigt ist.

Der GGT-Wert wird auch verwendet, um den Erfolg eines Alkoholentzugs zu überprüfen. Nach etwa drei Wochen sinkt der GGT-Wert um die Hälfte, nach zwei bis drei Monaten liegt er wieder im Normalbereich. Da das Enzym auch in anderen Geweben vorkommt, kann ein Anstieg des GGT-Wertes auch andere Ursachen wie eine Nierenerkrankung, einen Herzinfarkt, Diabetes mellitus oder Bluthochdruck haben.

Alkalische Phosphatase Die akalische Phosphatase (AP) ist eine Hydrolase, die Phosphat-Gruppen von verschiedenen Molekülen wie Proteinen, Nukleotiden und Alkaloiden entfernt. Sie kommt in allen Geweben vor, ist in höheren Konzentrationen aber in der Leber, in den Knochen und während der Schwangerschaft in der Plazenta vorhanden.

Der Referenzbereich liegt zwischen 35 bis 105 U/l bei Frauen und zwischen 40 und 130 U/l bei Männern. Wie die GGT auch zeigen erhöhte AP-Werte einen Gallenstau in und außerhalb der Leber (Verschlussikterus oder Cholestase) an. Auch bei viraler Hepatitis oder der Einnahme bestimmter Medikamente kann der AP-Spiegel ansteigen.

  1. Auch im Knochen ist das Enzym in hoher Konzentration vorhanden.
  2. Sie wird dort von knochenaufbauenden Zellen, den Osteoblasten, produziert.
  3. Bei vielen Knochenerkrankungen ist die AP-Konzentration erhöht.
  4. Dazu zählen Knochenmarkentzündung (Morbus Paget), Knochenkrebs, Knochenmetastasen, Rachitis und Osteomalazie (krankhafter Knochenabbau).

Um Skeletterkrankungen aufzudecken, werden zusätzlich noch der Calcium- und Phosphatspiegel bestimmt. Im Kindes- und Jugendalter können erhöhte AP-Werte wegen des Knochenwachstums normal sein, und auch in der Schwangerschaft treten hohe Werte auf, ohne dass sie Krankheitscharakter haben.

  1. Regeneration möglich Auch wenn die Leberwerte erhöht sind, heißt das nicht, dass das Organ nachhaltig geschädigt ist.
  2. Denn die Leber kann sich als einziges Organ des Körpers in gewissem Umfang wieder regenerieren.
  3. Vorraussetzung ist aber, dass der schädigende Stimulus, die virale Infektion, der Alkoholkonsum oder die Medikamenteneinnahme, wegfällt.

Dann kann sich neues Gewebe bilden, und die Leberwerte sinken wieder auf ein normales Maß.

Sind Leberwerte über 1000 gefährlich?

Von Ulrich Jaehde und Navin Sarin / Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan. Erhöhte Leberwerte können Krankheiten anzeigen, aber auch unerwünschte Wirkung einer Arzneimittel­therapie sein. Was sagen Leberwerte aus, und wie werden Arzneistoffe bei Patienten mit Leberdysfunktion richtig dosiert? Die Leber hat in mehrfacher Hinsicht eine wesentliche Bedeutung für die Arzneimitteltherapie. Foto: Fotolia/ Sebastian Kaulitzki ” src=”https://localhost/fileadmin/_processed_/7/2/csm_tit-leber_fotolia_sebastian_kaulitzki.tiff_id453261_s55_x226_w220_h292_13cb6709a0.jpg” width=”250″ height=”330″> Zentrales Stoffwechselorgan des Menschen: die Leber Foto: Fotolia/ Sebastian Kaulitzki Bei Patienten mit einer Lebererkrankung können Standarddosierungen zu gefährlich hohen Plasmakonzentrationen und unerwünschten Wirkungen führen. Einige Apotheken bieten routinemäßig die Bestimmung von Leberwerten an. Die Prävalenz erhöhter, in der Apotheke gemessener Leberwerte wurde kürzlich mit etwa 15 Prozent ermittelt (1). Die Kenntnis der Leberwerte des Patienten sowie anderer Laborwerte bildet eine wichtige Grundlage für eine rationale Arzneimitteltherapie; dies gilt besonders für das Medika­tionsmanagement. Leberwerte sollten bei Lebererkrankungen sowie bei der Einnahme von Arzneimitteln, die hepa­to­toxisch wirken, regelmäßig überwacht werden. Die wichtigsten Leberwerte, ihre Re­fe­renz­be­reiche, Interpretation und be­ein­flussende Arzneistoffe sind in Tabelle 1 zusammengefasst. Aufgrund eines Beschlusses der Bundesärztekammer sollen alle Enzym­akti­vitätsmessungen seit 2003 bei 37 °C anstelle von 25 °C ausgeführt werden. Um Fehlinterpretationen zu vermeiden, sollten stets die Referenzbereiche des jeweiligen Messlabors verwendet werden. Transaminasen (Aminotransferasen) Die zwei wichtigsten Leberenzyme sind die Transaminasen Alanin-Amino­transferase (ALT, früher GPT) und Aspartat-Aminotransferase (AST, früher GOT), die in Leberzellen vorkommen und bei einer akuten Leberschädigung aus den Hepatozyten ins Blut gelangen. Beide Enzyme sind sehr sensitive, aber unspezifische Marker mit langen Halbwertszeiten. Ein schneller Anstieg der ALT- beziehungsweise AST-Aktivität zeigt sich bei einem Untergang vitaler Hepatozyten. Sehr hohe Konzentrationen (> 1000 U/L) stehen oft im Zusammenhang mit einer akuten viralen Hepatitis, einer ischämischen Hepatitis oder toxischen Arzneimittelwirkungen. Das Verhältnis von AST zu ALT (De-Ritis-Quotient) ist bei der Diagnose einer Lebererkrankung interessant. Bei Leberschäden leichteren Grades ist der Quotient meist kleiner als 1. Ein hoher De-Ritis-Quotient (> 1) tritt eher bei schwereren Leberschäden auf. Dies hat seine Ursache in der Verteilung der AST und ALT innerhalb der Zelle. Die ALT kommt hauptsächlich im Zytosol vor und kann daher schon bei leichten Schäden ins Blut übertreten. Die AST hingegen ist zum größten Teil in den Mitochondrien der Zelle zu finden. Erst wenn Leberzellen vollständig zugrunde gehen, tritt AST ins Blut über. Eine Ausnahme gilt bei alkoholabhängigen Menschen: Hier ist der De-Ritis-Quotient bereits bei leichten Leberschäden erhöht, da AST bei Alkoholkranken auch aus den Muskelzellen freigesetzt wird. Bei einer chronischen alkoholischen Lebererkrankung ist der AST-Wert meist mindestens doppelt so hoch wie der ALT-Wert.

Können erhöhte Leberwerte auch harmlos sein?

Zu Unrecht als Trinker verdächtigt – Andreas Zbinden ist 43 Jahre alt, fühlt sich wohl und war zeit seines Lebens gesund. Daher kann er kaum glauben, was ihm sein Hausarzt bei der letzten Routinekontrolle mitteilt: Die Leberwerte sind deutlich erhöht.

  • Der Hausarzt empfiehlt weitere Blutanalysen und eine Ultraschalluntersuchung.
  • Dann spricht er ihn auf seinen Alkoholkonsum an.
  • Andreas wundert sich, denn er trinkt nur gelegentlich ein Glas guten Rotwein.
  • «Was heisst ‹gelegentlich›?», fragt der Hausarzt, und Andreas versucht, eine möglichst ehrliche Antwort zu geben: «Am Wochenende etwa 1 Flasche Rotwein, meist zusammen mit meiner Frau.» Selten trinkt er unter der Woche Alkohol, da er morgens früh aufstehen muss und nach Weingenuss am Vorabend nicht in Schwung kommt.

Trotzdem, der Hausarzt rät ihm, einmal 6 Wochen komplett auf Alkohol zu verzichten und dann die Werte nochmals kontrollieren zu lassen. Andreas schafft das mühelos und lässt die Werte nach dieser Zeit erneut bestimmen. Dann die böse Überraschung – die Werte sind weiter erhöht, sogar noch ein wenig angestiegen! Der Hausarzt scheint ihm die Alkoholpause nicht wirklich zu glauben, sodass Andreas fast ein wenig ärgerlich wird.

Er einigt sich mit dem Hausarzt auf eine Vorstellung beim Spezialisten, um der Sache auf den Grund zu gehen. So wie Andreas geht es vielen Patienten mit erhöhten Leberwerten. Meist werden diese auf ihren Alkoholkonsum angesprochen. Manche trinken in der Tat zu viel und zu regelmässig, und Alkohol ist einer der häufigsten Gründe für Leberwerterhöhungen.

Aber bei vielen Menschen findet man ganz andere Ursachen. Leberwerterhöhungen können vergleichsweise harmlose Ursachen, wie einen grippalen Infekt, haben oder aber Zeichen einer chronischen Störung sein, die unbehandelt schwerwiegende Folgen haben könnte.

Welcher Wert zeigt Alkoholkonsum an?

Methanol –

Blutmethanolkonzentrationen von mehr als 10 mg/l deuten auf einen chronischen Alkoholmissbrauch hin.

Wie lange dauert es bis der Gamma-GT Wert sinkt?

Referenzbereiche der Leberenzyme in IFCC-Einheiten pro Liter gemessen bei 37 °C –

Enzym Frauen Männer
AST (GOT) unter 35 U/l unter 50 U/l
ALT (GPT) unter 35 U/l unter 50 U/l
Gamma-GT unter 40 U/l Unter 60 U/l
Alkalische Phosphatase (AP) 35 bis 105 U/l 40 bis 130 U/l

Zudem kann ein erhöhter AST-Wert auch auf einen Herzinfarkt hinweisen. In diesem Fall beginnt die Konzentration vier bis acht Stunden nach dem Ereignis anzusteigen und erreicht ihren Maximalwert nach etwa 16 bis 48 Stunden. Leicht erhöhte AST-Werte treten auch bei Schäden der Skelettmuskulatur nach Operationen und bei Muskelerkrankungen wie progressiver Muskeldystrophie auf.

  1. Ein gleichzeitiger Anstieg des AST und des ALT-Wertes weisen dagegen auf Leberschäden hin.
  2. Alanin-Aminotransferase Die Alanin-Aminotransferase (ALT) wird in Deutschland auch Glutamat-Pyruvattransaminase (GPT) genannt.
  3. Das ebenfalls am Proteinstoffwechsel beteiligte Enzym kommt in geringen Konzentrationen auch im Herz- und Skelettmuskel vor.

Für ALT gelten die gleichen Referenzwerte wie für AST. Ein erhöhter ALT-Wert weist auf akute oder chronische Hepatitis, toxische Leberschäden, Leberkrebs oder einen Verschlussikterus (Gelbsucht infolge Gallenflussbehinderung) hin. Gamma-Glutamyltransferase Die Gamma-Glutamyltransferase (GGT) ist ein membrangebundenes Enzym, das einen Glutamylrest von Glutathion auf Peptide überträgt.

Es ist in verschiedenen Organen wie der Leber, der Niere, dem Gehirn oder der Bauchspeicheldrüse zu finden. Ein erhöhter GGT-Wert weist dennoch in der Regel auf Leberschäden hin. Er ist der empfindlichste Indikator für Störungen der Leber- und Gallenfunktion und bei geringen Schäden manchmal der einzige Hinweis.

Normalerweise liegt der GGT-Wert bei Frauen unter 40 U/l und bei Männern unter 60 U/l. Stark erhöhte Konzentrationen sind charakteristisch für einen Verschlussikterus, einen Gallengangstau (Cholestase) oder toxische Leberschädigungen. Mäßig erhöhte Werte können bei chronischer Leberentzündung zum Beispiel durch Alkoholmissbrauch, bei Leberzirrhose oder Lebermetastasen auftreten.

Leicht erhöhte Werte können auf einen konstanten Alkoholkonsum, eine unkomplizierte Virushepatitis oder eine alkoholische Fettleber zurückgehen. Der GGT-Wert ist gut geeignet, um einen Alkoholismus zu erkennen. Jede dritte GGT-Werterhöhung geht auf chronisch überhöhten Alkoholkonsum zurück. Ein einmaliger Exzess langt dabei nicht aus, den Spiegel ansteigen zu lassen, außer wenn die Leber bereits vorgeschädigt ist.

Der GGT-Wert wird auch verwendet, um den Erfolg eines Alkoholentzugs zu überprüfen. Nach etwa drei Wochen sinkt der GGT-Wert um die Hälfte, nach zwei bis drei Monaten liegt er wieder im Normalbereich. Da das Enzym auch in anderen Geweben vorkommt, kann ein Anstieg des GGT-Wertes auch andere Ursachen wie eine Nierenerkrankung, einen Herzinfarkt, Diabetes mellitus oder Bluthochdruck haben.

Alkalische Phosphatase Die akalische Phosphatase (AP) ist eine Hydrolase, die Phosphat-Gruppen von verschiedenen Molekülen wie Proteinen, Nukleotiden und Alkaloiden entfernt. Sie kommt in allen Geweben vor, ist in höheren Konzentrationen aber in der Leber, in den Knochen und während der Schwangerschaft in der Plazenta vorhanden.

Der Referenzbereich liegt zwischen 35 bis 105 U/l bei Frauen und zwischen 40 und 130 U/l bei Männern. Wie die GGT auch zeigen erhöhte AP-Werte einen Gallenstau in und außerhalb der Leber (Verschlussikterus oder Cholestase) an. Auch bei viraler Hepatitis oder der Einnahme bestimmter Medikamente kann der AP-Spiegel ansteigen.

  1. Auch im Knochen ist das Enzym in hoher Konzentration vorhanden.
  2. Sie wird dort von knochenaufbauenden Zellen, den Osteoblasten, produziert.
  3. Bei vielen Knochenerkrankungen ist die AP-Konzentration erhöht.
  4. Dazu zählen Knochenmarkentzündung (Morbus Paget), Knochenkrebs, Knochenmetastasen, Rachitis und Osteomalazie (krankhafter Knochenabbau).
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Um Skeletterkrankungen aufzudecken, werden zusätzlich noch der Calcium- und Phosphatspiegel bestimmt. Im Kindes- und Jugendalter können erhöhte AP-Werte wegen des Knochenwachstums normal sein, und auch in der Schwangerschaft treten hohe Werte auf, ohne dass sie Krankheitscharakter haben.

Regeneration möglich Auch wenn die Leberwerte erhöht sind, heißt das nicht, dass das Organ nachhaltig geschädigt ist. Denn die Leber kann sich als einziges Organ des Körpers in gewissem Umfang wieder regenerieren. Vorraussetzung ist aber, dass der schädigende Stimulus, die virale Infektion, der Alkoholkonsum oder die Medikamenteneinnahme, wegfällt.

Dann kann sich neues Gewebe bilden, und die Leberwerte sinken wieder auf ein normales Maß.

Welcher Leberwert zeigt Alkoholkonsum an?

Häufig werden bei der Routine-Blutabnahme Laborwerte bestimmt, die eine Schädigung der Leber anzeigen können. Darunter befindet sich auch der Gamma-GT-Wert. Ein erhöhter Gamma-GT-Wert im Blut kann ein Anzeichen für zu hohen Alkoholkonsum sein.

Welcher Leberwert erhöht bei Leberkrebs?

Blutuntersuchungen – Quelle: © psdesign1 – fotolia.com Blutuntersuchungen geben Aufschluss über die Funktionen von Organen wie Nieren, Leber, Herz und Lunge. Bei Verdacht auf Leberkrebs wird das Blut auf eine mögliche Hepatitis-Infektion und auf so genannte Tumormarker überprüft.

Tumormarker sind Substanzen, die verstärkt von Tumorzellen gebildet werden. Leberkrebs produziert häufig den Tumormarker Alpha 1-Fetoprotein (AFP), der dann im Blut nachgewiesen werden kann. Erhöhte Tumormarker sind jedoch bei Patienten mit einem frühen Leberkrebs in der Regel nicht vorhanden. Andererseits können aber erhöhte AFP-Spiegel auch bei Patienten ohne Tumor vorkommen.

Insbesondere bei Leberzirrhose, chronischer Hepatitis oder in der Schwangerschaft finden sich gelegentlich erhöhte AFP Werte. Tumormarker werden vor allem zur Beurteilung des Tumorwachstums unter Behandlung bzw. in der Nachsorge zur Kontrolle des Krankheitsverlaufs herangezogen.

Welche Medikamente erhöhen den Gamma-GT wert?

Erhöhte Leberwerte: Stufenweise Abklärung Die klassischen Leberenzyme wie Transaminasen, GGT und AP geben nur Auskunft über entzündliche Veränderungen und den Gallenfluss. Die eigentliche Leberfunktion spiegelt sich in Serum-Albumin, Bilirubin und INR wider.

Häufigste Ursache für erhöhte Leberwerte sind Medikamente wie Antibiotika, Antiepileptika, NSAR, Statine, Methyldopa und auch antiretrovirale Substanzen zur Behandlung von HIV. Irene Mlekusch Da die Leberwerte bei bis zu zehn Prozent der asymptomatischen Patienten ebenfalls erhöht sein können, sind derartige Befunde nicht selten”, erklärt Prof.

Priv. Doz. Arnulf Ferlitsch von der Abteilung für Innere Medizin, Gastroenterologie und Nephrologie am Krankenhaus Barmherzige Brüder Wien. Allerdings können sich auch bei deutlich eingeschränkter Leberfunktion noch unauffällige Transaminasen finden. Der immer noch gebräuchliche Begriff der Leberfunktionsparameter ist in vielen Fällen nicht angebracht, da einige der damit in Verbindung gebrachten Laborparameter mit der Funktion und Syntheseleistung der Leber direkt nichts zu tun haben.

  1. Die klassischen Leberenzyme wie Transaminasen, GGT und AP geben nur Auskunft über entzündliche Veränderungen und den Gallenfluss”, gibt Univ. Prof.
  2. Markus Peck-Radosavljevic von der Abteilung für Innere Medizin und Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie, Rheumatologie und Nephrologie am Klinikum Klagenfurt am Wörthersee zu bedenken.

Unterscheidung: passager – chronisch Die eigentliche Leberfunktion spiegelt sich in der Bestimmung von Serum-Albumin, Bilirubin und INR wider. Weitere laborchemische Untersuchungen, die in der Zusammenschau aller Befunde einen Überblick über die Gesundheit der Leber geben, sind ein komplettes Blutbild, Blutgerinnung, Glukose, Laktat und Ammoniak.

  1. Falls vorhanden sollten immer vorangegangene Befunde zur longitudinalen Betrachtung herangezogen werden, da die Unterscheidung zwischen passageren und chronischen Leberwerterhöhungen differentialdiagnostisch wertvoll ist.
  2. Trotzdem ist die alleinige Wiederholung der laborchemischen Untersuchung zur Abklärung keine Option.

„Alle Ergebnisse im doppelten der Norm sind nicht unbedingt pathologisch, trotzdem sollte eine chronische, mäßig gradige Erhöhung der Transaminasen, die über sechs Monate besteht, schrittweise abgeklärt werden, denn die Dunkelziffer der Erkrankungen an Hepatitis B und C ist hoch”, meint Ferlitsch.

  • Das Ausmaß der Erhöhung der Leberwerte steht nicht zwingend mit dem Schweregrad der Lebererkrankung im Zusammenhang.
  • Die einzelnen Parameter variieren mit dem Alter und teilweise auch mit dem Geschlecht.
  • So sind beispielsweise die ALT-Werte bei Männern physiologisch höher als bei Frauen, während die AP bei Kindern und Jugendlichen höher ist und besonders bei Frauen im Alter von 40 bis 65 ansteigt.

Des Weiteren können sich erhöhte Werte der AP bei Patienten mit Diabetes mellitus und Schwangeren ab dem dritten Trimester finden. Beide Experten sehen in der Anamnese und der physikalischen Untersuchung die Basis für jede weitere Abklärung. „Nach dem Muster der erhöhten Leberwerte und der Anamnese sollten zuerst häufige Erkrankungen abgeklärt werden und in weiterer Folge in Abhängigkeit vom klinischen Bild an andere Erkrankungen gedacht werden”, empfiehlt Peck-Radosavljevic.

Die häufigste Ursache für erhöhte Leberwerte stellt eine medikamentös indizierte Hepatotoxizität dar. Die nicht-alkoholische Steatohepatitis (NASH), die alkoholische Steatohepatitis (ASH), Mischformen dieser beiden wie die Both-Alcoholic-and-non-Alcoholic-Steatohepatitis (BASH) zählen neben der Virushepatitis zu den häufigsten Lebererkrankungen.

Auch die Autoimmunhepatitis hat an Bedeutung zugenommen. Viele dieser Erkrankungen schreiten langsam voran und sind lange Zeit entweder asymptomatisch oder lediglich von unspezifischen Symptomen begleitet, sodass davon ausgegangen werden kann, dass viele Patienten mit Lebererkrankungen unterdiagnostiziert sind.

Ferlitsch bezeichnet die Frage nach dem Alkoholkonsum als wichtigsten Punkt der Anamnese und weiß sehr wohl um die Schwierigkeit an korrekte Angaben zu gelangen. „Bereits bei einem täglichen Alkoholkonsum von 60g bei Männern und 25g bei Frauen ist eine dauerhafte Schädigung der Leber möglich.” Auch die Medikamenten-Anamnese ist von hoher Relevanz, da eine Vielzahl von Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten die Ursache für eine akute oder chronische Leberschädigung sein können.

Häufig verwendete Medikamente, die zu einer Erhöhung der Leberwerte führen sind Antibiotika, Antiepileptika, NSAR, Statine, Tuberkulostatika, Methyldopa, antiretrovirale Medikamente zur Behandlung von HIV, einige Biologika und Chemotherapeutika sowie Methotrexat.

  • Statine führen dagegen zwar häufig zu einer Erhöhung von ALT und AST, sind aber ausgesprochen selten wirklich hepatotoxisch.
  • Pflanzliche Heilmittel, anabole Steroide oder Aufbaupräparate, die ohne Reglementierung verkauft werden, werden komplett unterschätzt”, sagt Ferlitsch.
  • Nahrungsergänzungsmittel, die mit einer Schädigung der Leber assoziiert sind, sind unter anderem Chaparral, Ephedra, Jin Bu Huan, Gamander, Grünteeextrakt und Haiknorpel.

Zur weiteren Anamnese gehört die Frage nach Bluttransfusionen, intravenösem Drogenmissbrauch, sexueller Aktivität und Tätowierungen. Letztere spielen laut Ferlitsch vor allem dann eine Rolle, wenn sie außerhalb von professionellen Settings oder im Ausland durchgeführt wurden.

„Reise- und Essgewohnheiten können ebenso aufschlussreich sein – vor allem, wenn es um den Konsum möglicher kontaminierter Nahrungsmittel wie Schweinefleisch oder Wildbrett bei Hepatitis E geht”, sagt Ferlitsch. Amatoxine, die im grünen und weißen Knollenblätterpilz enthalten sind, können bei Verwechslung unter Pilzsammlern zu irreparablen Schädigungen von inneren Organen – speziell der Leber – führen.

Die Familienanamnese wiederum kann Hinweise auf hereditäre Lebererkrankungen wie Hämochromatose oder Morbus Wilson geben. Bei der Hämochromatose handelt es sich um die häufigste genetisch bedingte Lebererkrankung, wobei die Bestimmung von Transferrinsättigung und Ferritin einen Verdacht bereits bestätigen kann.

  1. Eine Leberbiopsie mit Bestimmung des Eisengehalts hat bei der Abklärung der Hämochromatose ihren Stellenwert.
  2. Peck-Radosavljevic rät allerdings dazu, die genetische Testung noch vor der Biopsie durchzuführen, um gegebenenfalls auf die Biopsie verzichten zu können.
  3. Typisch für Morbus Wilson sind erhöhte Leberwerte bei jungen Patienten; zusätzlich finden sich bei 80 Prozent verminderte Serumcoeruleoplasminspiegel.

Klinisch kann sich in der ophthalmologischen Untersuchung ein Kayser-Fleischer-Kornealring zeigen. Die quantitative Kupferbestimmung im Harn und eine Leberbiopsie dienen der Diagnosesicherung, die laut Peck-Radosavljevic auch „immer wieder schwierig sein kann”.

Die physikalische Untersuchung kann vor allem Anzeichen einer fortgeschrittenen Lebererkrankung zu Tage bringen. „Abgesehen von Symptomen wie Ikterus, Pruritus und Harn- und Stuhlveränderungen finden sich eher unspezifische Veränderungen”, weiß Ferlitsch. Trotzdem können Spider naevi, Palmarerythem, Gynäkomastie oder Caput medusae als Zeichen einer chronischen Lebererkrankung erkannt werden.

Aszites, Splenomegalie, Lymphknotenschwellungen, Pleuraergüsse bei hepatischem Hydrothorax oder eine Jugularvenenstauung als Zeichen einer Rechtsherzbelastung bei Stauungsleber können sich ebenfalls zeigen. Dupuytren’sche Kontrakturen zusammen mit Parotis-Vergrößerungen und testikulärer Atrophie können ein Hinweis auf eine alkoholische Lebererkrankung sein.

  • Typisches Muster Erhöhungen der Leberwerte zeigen entweder ein hepatozelluläres Muster mit einer führenden Erhöhung von AST und ALT, ein cholestatisches Bild mit dysproportionaler Erhöhung der GGT und AP oder eine isolierte Hyperbilirubinämie.
  • Findet sich eine isolierte Erhöhung des Bilirubinspiegels im Serum, ist zur weiteren Abklärung eine Fraktionierung in konjugiertes und unkonjugiertes Bilirubin sinnvoll.

Liegt eine Erhöhung des unkonjugierten Bilirubins vor, kann einerseits eine Hämolyse, eine ineffektive Erythropoese oder ein Konjugationsdefekt wie beim Morbus Gilbert-Meulengracht oder dem außerordentlich seltenen Crigler-Najjar-Syndrom die Ursache sein.

  • Mit der direkten Hyperbilirubinämie stehen neben einem mechanischem Abflußhindernis an den Gallenwegen unter anderem zwei seltene angeborene Erkrankungen, das Dubin-Johnson- und das Rotor-Syndrom, in Zusammenhang.
  • Bei einer Erhöhung der Transaminasen rät Peck-Radosavljevic zunächst dazu, mögliche infektiöse Ursachen abzuklären.

Massive Erhöhungen stehen häufig mit einer ischämischen oder toxischen Hepatitis in Verbindung, können sich aber ebenso im Rahmen einer akuten Virushepatitis zeigen oder im Falle einer massiv erhöhten AST bei Rhabdomyolyse und Herzinfarkt. Bei einer akuten alkoholischen bedingten Hepatitis steigen die Transaminasen dagegen selten über 300 U/l an.

Zum Ausschluss einer Hepatitis B stehen serologische Untersuchungen wie HBs-Antigen, HBs-Antikörper und HBc-Antikörper zur Verfügung; Hepatitis C wird mittels HCV-Antikörper untersucht. Außerdem sollten bei akuter Hepatitis auch Hepatitis A und Hepatitis E untersucht werden. Vor allem bei Menschen mit Migrationshintergrund fallen die Prävalenzraten von HBV- beziehungsweise HCV-Hepatitiden höher aus.

Ein Ultraschall gehört zu jeder Evaluierung von erhöhten Leberwerten. „Der Abdomenultraschall stellt die einfachste Übersichtsuntersuchung dar, ist breit verfügbar und der frühe Einsatz der Methode somit sinnvoll”, merkt Peck-Radosavljevic an. Eine Steatosis hepatis findetsich häufig bei Patienten mit entsprechenden Komorbiditäten wie Adipositas, Diabetes mellitus, Dyslipidämie und Hypertonie.

  • Die Sonographie gibt allerdings keinen Hinweis auf eine Differenzierung zwischen einer benignen Fettleber und einer prognostisch kritischeren NASH.
  • Ferlitsch empfiehlt zur Differenzierung die Durchführung eines Fibroscans als non-invasives Verfahren vor allem bei klinisch noch nicht apparenter Fibrose.

Peck-Radosavljevic dazu: „Je nach Situation kann danach eine Leberbiopsie sinnvoll sein.” Ferlitsch betont weiters, dass die Biopsie in den vergangenen Jahren an Bedeutung zugenommen hat. Bei Verdacht auf alkoholisch bedingte Lebererkrankungen liefern die GGT, der MCV-Wert und der IgA-Spiegel zusätzliche Hinweise.

  1. Eine sofortige Alkoholkarenz ist dem Patienten in jedem Fall nahezulegen.
  2. Ausschluss einer Obstruktion Bei einem cholestatischen Laborprofil steht die Durchführung der Abdomensonographie an erster Stelle mit Ziel, eine intra- oder extrahepatische Obstruktion beziehungsweise infiltrative Prozesse auszuschließen.

Weist der Ultraschall auf eine Obstruktion hin, sind weiterführende Untersuchungen angezeigt. Als Differentialdiagnosen finden sich Gallengangsteine, maligne Gallengangstenosen, eine primär sklerosierende Cholangitis, eine Pankreatitis oder eine IgG4-assoziierte Cholangitis.

Andererseits sind cholestatisch dominierte Werte auch bei Virushepatitiden A bis C, CMV- oder EBV-Hepatitis sowie bei einer alkoholischen oder medikamentös bedingten Hepatitis möglich. Ebenso sind Erhöhungen der Cholestase-Parameter im Rahmen einer parenteralen Ernährung oder als paraneoplastisches Phänomens möglich.

Haben die Untersuchungen bisher keine Diagnose ergeben, sollten extrahepatische Ursachen für erhöhte Leberwerte in Betracht gezogen werden. „Vor allem bei erhöhter Creatinkinase, LDH oder Aldolase können Muskelerkrankungen verantwortlich sein”, weiß Ferlitsch.

  • Auch eine Überfunktion oder Unterfunktion der Schilddrüsen ist in der Lage, eine chronische Erhöhung der Transaminasen zu bewirken.
  • Bei bis zu 50 Prozent der Patienten mit Zöliakie liegen erhöhte Transaminasen vor; die Bestimmung der IgA Transglutaminase Antikörper ist hier aufschlussreich.
  • Seltener kann es bei Anorexie oder Nebenniereninsuffizienz zu einer reversiblen Erhöhung der Transaminasen kommen.

Differentialdiagnose Autoimmunhepatitis In einem weiteren Abklärungsschritt gilt es, vor allem bei Frauen an eine Autoimmunhepatitis zu denken. Mehr als 80 Prozent der Betroffenen weisen eine Hypergammaglobulinämie auf. Die Erkrankung ist assoziiert mit dem Auftreten von anderen Autoimmunerkrankungen wie Hypothyreoidismus, Colitis ulcerosa, Synovitis, Sjögren-Syndrom, rheumatoider Arthritis und Psoriasis.

  • Serologische Tests zum Nachweis umfassen Autoantiköper wie ANA, SMA, SLA und LKM.
  • Schlussendlich sichert aber nur eine Leberbiopsie die Diagnose.
  • Ein Alpha-1-Antirypsinmangel ist die häufigste genetische Ursache für einer Lebererkrankung bei Kindern; bei Erwachsenen stellt sie als Erstdiagnose eine Seltenheit dar.

Die Betroffenen weisen persistierend abnorme AST/ALT-Werte und niedrige Alpha-1-Antitrypsinwerte auf. Die Genotypisierung der PiZZ Mutation geht mit einem schweren Enzymmangel einher. Ferlitsch rät grundsätzlich dazu, isolierte Werte kritisch zu betrachten.

So kann eine isolierte Erhöhung der GGT eine ganze Reihe von unterschiedlichen Ursachen haben. Am häufigsten erhöhen Medikamente wie zum Beispiel Phenytoin oder Barbiturate, exzessiver Alkoholkonsum oder Adipositas den GGT-Wert. Obwohl dieser Wert allein eine niedrige Spezifität für Lebererkrankungen hat, stellt er einen der besten Prädiktoren für die Gesamtmortalität dar.

Bei einer isolierten Erhöhung der AP kann über eine Elektrophorese der Isoenzyme der AP geklärt werden, ob die Erhöhung intra- oder extrahepatischen Ursprungs ist. Ein Vitamin D-Mangel, Morbus Paget oder Knochenmetastasen können zu derartigen isolierten Erhöhungen führen.

Welches Obst reinigt die Leber?

Kann man die Leber mit Äpfeln reinigen? – Äpfel sind reich an Ballaststoffen und enthalten Pektin, eine Substanz, die dabei helfen kann, Giftstoffe aus der Leber zu entfernen. Darüber hinaus enthalten Äpfel auch Antioxidantien, die die Leberzellen schützen können.

Kann Stress den Gamma-GT Wert erhöhen?

Erhöhte Leberwerte durch Stress? – Die Arbeit der Leber hat nicht nur Auswirkungen auf den Körper, sondern auch psychische – ein Fakt, der sich in geflügelten Worten wie „Welche Laus ist Dir denn über die Leber gelaufen?” zum Ausdruck kommen. Aber leidet das Organ wirklich unter Stress, unverarbeiteten Gefühlen, Wut oder emotionaler Anspannung? Und kann dies auch nachvollziehbare Auswirkungen auf die Leberwerte haben? Ja! Stress wirkt vermittelt durch das Stresshormon Cortisol auf die Leber und fördert dort die Einlagerung von Fett.

Auf längere Sicht können erhöhte Cortisol-Blutspiegel so die Entwicklung einer Fettleber fördern, da Stoffwechselprozesse gestört werden und der Fettabbau gedrosselt wird. Sind die Werte hoch sollte man also keineswegs nur an übermäßigen Alkoholkonsum oder ungesunde Ernährung denken, sondern auch an die Psyche des Patienten.

Entspannung und Ausgeglichenheit statt Stress im Alltag können also auch dazu beitragen, die Werte zu senken. Die Psyche sollte also ebenfalls in eine Therapie mit einbezogen werden.

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Wie hoch ist der GPT Wert bei Leberzirrhose?

Was bedeutet der Wert? Was ist das? – GPT ist die Abkürzung für Glutamat-Pyruvat-Transaminase und wird auch aus Alanin-Aminotransferase bezeichnet (ALT, ALAT). Es handelt sich dabei um einen wichtigen Laborwert, der Aufschluss über die Leberfunktion gibt.

GTP kommt zu 85% im Zytoplasma und zu 15% in den Mitochondrien der Leberzellen vorGOT kommt zu 80% in der Mitochondrien und zu 20% im Zytoplasma der Leberzellen vorGGT kommt in den Zellen der kleinen Gallenwege vor

Da die Verteilung der beiden Enzyme so gegensätzlich ist, kann anhand der Blutwerte auf den Schweregrad der Lebererkrankung rückgeschlossen werden. Dazu wird der sog. De-Ritis-Quotient berechnet indem man GOT durch GPT teilt. Das Ergebnis wird wie folgt beurteilt:

< 1.0 spricht für einen Leberschaden leichteren Grades> 1.0 spricht für einen Leberschaden schwereren Grades

Liegt der GOT-Wert also über dem GPT-Wert, geht man von einem schweren Leberschaden aus.

Welcher Leberwert erhöht sich durch Alkohol?

Wie lange ist Alkohol in der Leber nachweisbar? – Menschen, die über lange Zeit und häufig Alkohol konsumieren, haben langfristig erhöhte Leberwerte Leberwerte sind Laborparameter, die zur Beurteilung der Leberfunktion und zum Nachweis möglicher Lebererkrankungen herangezogen werden.

Sie geben Aufschluss über die Gesundheit der Leber und sind wichtige Indikatoren für das Vorliegen von Leberschäden, die durch Alkohol, Drogen, Medikamente, Infektionen oder andere Ursachen verursacht werden können. Bei einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) können Leberwerte zur Beurteilung der Alkoholabhängigkeit oder des Alkoholkonsums herangezogen werden.Die wichtigsten Leberwerte sind: Alanin-Aminotransferase (ALT oder GPT), Aspartat-Aminotransferase (AST oder GOT), Gamma-Glutamyltransferase (GGT), Alkalische Phosphatase (AP) und Bilirubin.Die Leberwerte werden im Rahmen einer Blutuntersuchung bestimmt und können zusammen mit anderen Untersuchungen und Befragungen zur Beurteilung der Fahreignung im Rahmen der MPU verwendet werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass abnormale Leberwerte nicht immer auf Alkohol- oder Drogenmissbrauch hindeuten. Eine gründliche Untersuchung und Diagnose durch einen Arzt ist notwendig, um die genaue Ursache der Veränderungen in den Leberwerten zu bestimmen.

Medizinisch-Psychologische Untersuchung Die 6 größten MPU-Fehler Kontrolliertes Trinken – MPU Die Bedeutung der Leberwerte bei der MPU MPU Abstinenznachweis: 6 oder 12 Monate

” href=”https://mpu-akademie.eu/glossary/leberwerte/” data-gt-translate-attributes=””>Leberwerte, Dieser ist der GGT Ist die Gamma-GT erhöht, zeigt das meist eine Leberzellschädigung an: Durch das Absterben der Leberzellen wird das Enzym Gamma-GT (GGT) in erhöhter Konzentration ins Blutserum freigesetzt. Ursache kann zum Beispiel eine Virushepatitis, eine Leberstauung oder eine Leberzirrhose sein. Der GGT ist daher auch ein wichtiger Wert für die MPU. Weitere Artikel:

Kontrolliertes Trinken – MPU Die Bedeutung der Leberwerte bei der MPU Glossary: GOT Glossary: Leberwerte

” href=”https://mpu-akademie.eu/glossary/ggt/” data-gt-translate-attributes=””>GGT -Wert. Andere Werte, wie GOT Der GOT-Wert ist ein wichtiger diagnostischer Laborwert. GOT ist die Abkürzung für Glutamat-Oxalacetat-Transaminase. Dieses Enzym kommt vor allem in Zellen der Leber und der Herz- und Skelettmuskulatur vor. Sterben die Zellen durch eine Gewebeschädigung ab, wird die GOT freigesetzt und gelangt ins Blut. Ein erhöhter GOT-Wert kann ein Hinweis auf Alkoholmissbrauch sein. Weitere Artikel:

Kontrolliertes Trinken – MPU Die Bedeutung der Leberwerte bei der MPU Glossary: Leberwerte

” href=”https://mpu-akademie.eu/glossary/got/” data-gt-translate-attributes=””>GOT und GPT, sagen etwas über den kurzfristigen Alkoholkonsum aus. Wenn Sie aufhören zu konsumieren, liegen alle Werte nach etwa 3-6 Wochen wieder im Referenzbereich Ein Referenzbereich, auch bekannt als Normbereich oder Normalwert, ist ein Bereich von Werten, der für eine bestimmte Population als normal oder typisch angesehen wird. Dieser Bereich wird normalerweise auf der Grundlage von Daten aus einer repräsentativen Gruppe von Menschen in ähnlicher Altersgruppe, Geschlecht und/oder ethnischer Herkunft festgelegt.In Bezug auf die MPU kann ein Referenzbereich beispielsweise für bestimmte Leberwerte oder die Blutalkoholkonzentration festgelegt werden. Die Ergebnisse der untersuchten Person werden dann mit diesen Referenzbereichen verglichen, um festzustellen, ob sie innerhalb oder außerhalb des normalen Bereichs liegen. Ein Ergebnis außerhalb des Referenzbereichs kann ein Indikator für eine zugrunde liegende Erkrankung oder eine Abweichung von bspw. einem normalen Trinkverhalten sein und könnte darauf hindeuten, dass weitere Untersuchungen notwendig sind. Um bspw. abzuklären, ob eine Erkrankung vorliegt oder ein schädlicher Alkoholkonsum. Weitere Artikel:

Die Bedeutung der Leberwerte bei der MPU

” href=”https://mpu-akademie.eu/glossary/referenzbereich/” data-gt-translate-attributes=””>Referenzbereich – die ist in etwa die Dauer, wie lange Alkohol in der Leber nachweisbar ist. Diese Zeit hängt natürlich von Ihrer Leberfunktion und den getrunkenen Mengen ab.

Wie hoch ist der Gamma-GT Wert bei Fettleber?

Erhöhte Leberwerte

Normwerte in U/L Männer Frauen
GOT
GPT
Gamma-GT
Alkalische Phosphatase 40 – 130 35 – 105

Was bedeutet ein Leberwert von 1000?

Von Ulrich Jaehde und Navin Sarin / Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan. Erhöhte Leberwerte können Krankheiten anzeigen, aber auch unerwünschte Wirkung einer Arzneimittel­therapie sein. Was sagen Leberwerte aus, und wie werden Arzneistoffe bei Patienten mit Leberdysfunktion richtig dosiert? Die Leber hat in mehrfacher Hinsicht eine wesentliche Bedeutung für die Arzneimitteltherapie. Foto: Fotolia/ Sebastian Kaulitzki ” src=”https://localhost/fileadmin/_processed_/7/2/csm_tit-leber_fotolia_sebastian_kaulitzki.tiff_id453261_s55_x226_w220_h292_13cb6709a0.jpg” width=”250″ height=”330″> Zentrales Stoffwechselorgan des Menschen: die Leber Foto: Fotolia/ Sebastian Kaulitzki Bei Patienten mit einer Lebererkrankung können Standarddosierungen zu gefährlich hohen Plasmakonzentrationen und unerwünschten Wirkungen führen. Einige Apotheken bieten routinemäßig die Bestimmung von Leberwerten an. Die Prävalenz erhöhter, in der Apotheke gemessener Leberwerte wurde kürzlich mit etwa 15 Prozent ermittelt (1). Die Kenntnis der Leberwerte des Patienten sowie anderer Laborwerte bildet eine wichtige Grundlage für eine rationale Arzneimitteltherapie; dies gilt besonders für das Medika­tionsmanagement. Leberwerte sollten bei Lebererkrankungen sowie bei der Einnahme von Arzneimitteln, die hepa­to­toxisch wirken, regelmäßig überwacht werden. Die wichtigsten Leberwerte, ihre Re­fe­renz­be­reiche, Interpretation und be­ein­flussende Arzneistoffe sind in Tabelle 1 zusammengefasst. Aufgrund eines Beschlusses der Bundesärztekammer sollen alle Enzym­akti­vitätsmessungen seit 2003 bei 37 °C anstelle von 25 °C ausgeführt werden. Um Fehlinterpretationen zu vermeiden, sollten stets die Referenzbereiche des jeweiligen Messlabors verwendet werden. Transaminasen (Aminotransferasen) Die zwei wichtigsten Leberenzyme sind die Transaminasen Alanin-Amino­transferase (ALT, früher GPT) und Aspartat-Aminotransferase (AST, früher GOT), die in Leberzellen vorkommen und bei einer akuten Leberschädigung aus den Hepatozyten ins Blut gelangen. Beide Enzyme sind sehr sensitive, aber unspezifische Marker mit langen Halbwertszeiten. Ein schneller Anstieg der ALT- beziehungsweise AST-Aktivität zeigt sich bei einem Untergang vitaler Hepatozyten. Sehr hohe Konzentrationen (> 1000 U/L) stehen oft im Zusammenhang mit einer akuten viralen Hepatitis, einer ischämischen Hepatitis oder toxischen Arzneimittelwirkungen. Das Verhältnis von AST zu ALT (De-Ritis-Quotient) ist bei der Diagnose einer Lebererkrankung interessant. Bei Leberschäden leichteren Grades ist der Quotient meist kleiner als 1. Ein hoher De-Ritis-Quotient (> 1) tritt eher bei schwereren Leberschäden auf. Dies hat seine Ursache in der Verteilung der AST und ALT innerhalb der Zelle. Die ALT kommt hauptsächlich im Zytosol vor und kann daher schon bei leichten Schäden ins Blut übertreten. Die AST hingegen ist zum größten Teil in den Mitochondrien der Zelle zu finden. Erst wenn Leberzellen vollständig zugrunde gehen, tritt AST ins Blut über. Eine Ausnahme gilt bei alkoholabhängigen Menschen: Hier ist der De-Ritis-Quotient bereits bei leichten Leberschäden erhöht, da AST bei Alkoholkranken auch aus den Muskelzellen freigesetzt wird. Bei einer chronischen alkoholischen Lebererkrankung ist der AST-Wert meist mindestens doppelt so hoch wie der ALT-Wert.

Wie schnell erholt sich der Gamma-GT wert?

Wie schnell erholt sich GGT-wert? – Referenzbereiche der Leberenzyme in IFCC-Einheiten pro Liter gemessen bei 37 °C –

Enzym Frauen Männer
AST (GOT) unter 35 U/l unter 50 U/l
ALT (GPT) unter 35 U/l unter 50 U/l
Gamma-GT unter 40 U/l Unter 60 U/l
Alkalische Phosphatase (AP) 35 bis 105 U/l 40 bis 130 U/l

Zudem kann ein erhöhter AST-Wert auch auf einen Herzinfarkt hinweisen. In diesem Fall beginnt die Konzentration vier bis acht Stunden nach dem Ereignis anzusteigen und erreicht ihren Maximalwert nach etwa 16 bis 48 Stunden. Leicht erhöhte AST-Werte treten auch bei Schäden der Skelettmuskulatur nach Operationen und bei Muskelerkrankungen wie progressiver Muskeldystrophie auf.

  • Ein gleichzeitiger Anstieg des AST und des ALT-Wertes weisen dagegen auf Leberschäden hin.
  • Alanin-Aminotransferase Die Alanin-Aminotransferase (ALT) wird in Deutschland auch Glutamat-Pyruvattransaminase (GPT) genannt.
  • Das ebenfalls am Proteinstoffwechsel beteiligte Enzym kommt in geringen Konzentrationen auch im Herz- und Skelettmuskel vor.

Für ALT gelten die gleichen Referenzwerte wie für AST. Ein erhöhter ALT-Wert weist auf akute oder chronische Hepatitis, toxische Leberschäden, Leberkrebs oder einen Verschlussikterus (Gelbsucht infolge Gallenflussbehinderung) hin. Gamma-Glutamyltransferase Die Gamma-Glutamyltransferase (GGT) ist ein membrangebundenes Enzym, das einen Glutamylrest von Glutathion auf Peptide überträgt.

  1. Es ist in verschiedenen Organen wie der Leber, der Niere, dem Gehirn oder der Bauchspeicheldrüse zu finden.
  2. Ein erhöhter GGT-Wert weist dennoch in der Regel auf Leberschäden hin.
  3. Er ist der empfindlichste Indikator für Störungen der Leber- und Gallenfunktion und bei geringen Schäden manchmal der einzige Hinweis.

Normalerweise liegt der GGT-Wert bei Frauen unter 40 U/l und bei Männern unter 60 U/l. Stark erhöhte Konzentrationen sind charakteristisch für einen Verschlussikterus, einen Gallengangstau (Cholestase) oder toxische Leberschädigungen. Mäßig erhöhte Werte können bei chronischer Leberentzündung zum Beispiel durch Alkoholmissbrauch, bei Leberzirrhose oder Lebermetastasen auftreten.

  • Leicht erhöhte Werte können auf einen konstanten Alkoholkonsum, eine unkomplizierte Virushepatitis oder eine alkoholische Fettleber zurückgehen.
  • Der GGT-Wert ist gut geeignet, um einen Alkoholismus zu erkennen.
  • Jede dritte GGT-Werterhöhung geht auf chronisch überhöhten Alkoholkonsum zurück.
  • Ein einmaliger Exzess langt dabei nicht aus, den Spiegel ansteigen zu lassen, außer wenn die Leber bereits vorgeschädigt ist.

Der GGT-Wert wird auch verwendet, um den Erfolg eines Alkoholentzugs zu überprüfen. Nach etwa drei Wochen sinkt der GGT-Wert um die Hälfte, nach zwei bis drei Monaten liegt er wieder im Normalbereich. Da das Enzym auch in anderen Geweben vorkommt, kann ein Anstieg des GGT-Wertes auch andere Ursachen wie eine Nierenerkrankung, einen Herzinfarkt, Diabetes mellitus oder Bluthochdruck haben.

  1. Alkalische Phosphatase Die akalische Phosphatase (AP) ist eine Hydrolase, die Phosphat-Gruppen von verschiedenen Molekülen wie Proteinen, Nukleotiden und Alkaloiden entfernt.
  2. Sie kommt in allen Geweben vor, ist in höheren Konzentrationen aber in der Leber, in den Knochen und während der Schwangerschaft in der Plazenta vorhanden.

Der Referenzbereich liegt zwischen 35 bis 105 U/l bei Frauen und zwischen 40 und 130 U/l bei Männern. Wie die GGT auch zeigen erhöhte AP-Werte einen Gallenstau in und außerhalb der Leber (Verschlussikterus oder Cholestase) an. Auch bei viraler Hepatitis oder der Einnahme bestimmter Medikamente kann der AP-Spiegel ansteigen.

  • Auch im Knochen ist das Enzym in hoher Konzentration vorhanden.
  • Sie wird dort von knochenaufbauenden Zellen, den Osteoblasten, produziert.
  • Bei vielen Knochenerkrankungen ist die AP-Konzentration erhöht.
  • Dazu zählen Knochenmarkentzündung (Morbus Paget), Knochenkrebs, Knochenmetastasen, Rachitis und Osteomalazie (krankhafter Knochenabbau).

Um Skeletterkrankungen aufzudecken, werden zusätzlich noch der Calcium- und Phosphatspiegel bestimmt. Im Kindes- und Jugendalter können erhöhte AP-Werte wegen des Knochenwachstums normal sein, und auch in der Schwangerschaft treten hohe Werte auf, ohne dass sie Krankheitscharakter haben.

Regeneration möglich Auch wenn die Leberwerte erhöht sind, heißt das nicht, dass das Organ nachhaltig geschädigt ist. Denn die Leber kann sich als einziges Organ des Körpers in gewissem Umfang wieder regenerieren. Vorraussetzung ist aber, dass der schädigende Stimulus, die virale Infektion, der Alkoholkonsum oder die Medikamenteneinnahme, wegfällt.

Dann kann sich neues Gewebe bilden, und die Leberwerte sinken wieder auf ein normales Maß.

Wie hoch sind die Leberwerte bei einer Fettleber?

Fettleber-Index (FLI): Indikator aus Blutwerten und Gewicht – Aus den Blutwerten für GGT und Triglyceride errechnet sich mit den Daten von (gemessen auf Taillenhöhe) der sogenannte Fettleber-Index (FLI). Im Internet gibt es zahlreiche Seiten mit kostenlosen FLI-Rechnern, wo man seine eigenen Werte eintragen kann.

  • Liegt der persönliche FLI über 60, besteht mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Fettleber.
  • Ist die Leber dann im Ultraschall vergrößert, gilt die Diagnose Fettleber praktisch als gesichert.
  • Nur in seltenen Fällen ist noch eine Punktion der Leber (Leberbiopsie) notwendig – das ist die Entnahme einer kleinen Gewebeprobe bei lokaler Betäubung zur mikroskopischen Untersuchung.

Ob das Lebergewebe schon durch eine Entzündung vernarbt ist und eine Tendenz zur Fibrose – der krankhaften Vermehrung von Bindegewebe – vorliegt, kann der Arzt mit einem Fibroscan untersuchen, einer Art Ultraschall. Er misst damit die Elastizität der Leber.